Serie a: sechs spieler gesperrt – milan kassiert rekordstrafe

Die 28. Spieltag der Serie A ist kaum vorbei, da schlägt der Sportrichter bereits mit eiserner Hand zu. Sechs Profis müssen am kommenden Wochenende zuschauen, vier Klubs bluten finanziell – allen voran der AC Milan.

Milan zahlt doppelt: 30.000 euro und imageverlust

22.000 Euro kostet allein die objektive Haftung, weil die Rossoneri den zweiten Durchgang um zwei Minuten verzögerten. Rekurs? Fehlanzeige. Dazu kommen 8.000 Euro, weil ein Laserstrahl gegnerische Spieler traf und der Kurzchor zweier Legionäre mit obszönen Sprechchören gespickt war. Die Summe ist ein Negativrekord dieser Saison.

Pezzella von der Cremonese trifft es noch härter. Der Verteidiger beschimpfte Schiedsrichter Marco Guida nach Abpfiff als „unverfroren“ und „incompetent“, wie das offizielle Protokoll wortwörtlich zitiert. Folge: Ein-Spiel-Sperre plus 10.000 Euro. Ein Preis, der sich buchstäblich nicht wiederholen darf.

Die übrigen Sperren folgen dem altbekannten Muster der Gelb-Staffel: Rabiot (Milan), Ndicka (Roma), Ferguson (Bologna), Sebastiano Esposito (Cagliari) und Masini (Genua) hatten ihre fünfte Verwarnung kassiert und müssen passen. Kein Trainer muss dagegen auf die Tribüne – ein Novum nach fünf Spieltagen ohne Disziplinar-Erlass.

Fans rasten aus: rauchbomben in bologna, genua und lecce

Fans rasten aus: rauchbomben in bologna, genua und lecce

Pyrotechnik bleibt ein Dauerthema. Bologna-Fans zündeten drei Rauchbomben im Gästeblock, Genua und Lecce jeweils eine. Die Geldstrafen klingen nach Kleingeld: 3.000, 2.000, 2.000 Euro. Die Botschaft: Wer zündelt, zahlt – aber eben nicht wirklich viel.

Der Spieltag 29 beginnt bereits am Freitagabend mit Torino gegen Parma. Für Milan und Rom heißt es dann am Samstag, ohne Rabiot und Ndicka auszukommen. Die Meisterschaft ist offen, der Druck wächst – und der Kalender macht vor niemandem Halt.

Die Liga veröffentlichte zudem die Diffidati-Liste: Neben Modric von Real Madrid (Coppa Italia-Einsatz) stehen mit Luperto (Empoli) und andererem auch zwei italienische Internationals kurz vor der Sperre. Das nächste Gelb kostet Teilnahme am Topspiel. Die Uhr tickt.