Mbappés knie wird zur schande für real madrids ärzte

Real Madrids medizinische Abteilung steht unter Beschuss. Kylian Mbappé flog heim nach Frankreich – und kam mit einem Befund zurück, der die Königlichen alt aussehen lässt.

Das knie, das keiner richtig versteht

Seit Dezember lahmt Mbappé. Erst hieß es Seitenband, dann war es plötzlich das hintere Kreuzband. Fünf Spiele hat er verpasst, beide Achtelfinalpartien gegen Manchester City wird er auch nicht bestreiten. Die Franzosen diagnostizierten ein «bedenkliches Schadensbild», heißt es aus Paris. In Madrid will das niemand so recht glauben. Dort wird gezählt: Bellingham sollte vier Wochen fehlen, es wurden acht. Camavinga hatte angeblich nur Zahnweh – zehn Tage später durfte er immer noch nicht laufen. Carreras bekam erst eine Prellung verordnet, bis man den Muskelfaserriss fand.

Die Liste wächst. Militão, Ceballos, Rodrygo – alles Langzeitpatienten. Rodrygo wird die WM verpassen, sein Kreuzband ist komplett durch. Die medizinische Abteilung von Real Madrid hat in den letzten zwei Jahren sieben Leiharbeiter und drei leitende Ärzte verloren. Esziar González, ehemalige Ernährungsberaterin, sagte im Interview mit Marca: «Sie haben weiter zubereitet, was ich verboten hatte – mit dem Argument, wir haben so Titel gewonnen.»

Champions-league-traum wankt

Champions-league-traum wankt

Real Madrid spielt am Mittwoch gegen Manchester City, ohne Mbappé, ohne Bellingham, ohne Rodrygo. Die Quoten für den Titelgewinn sind auf 8,50 gesunken, das ist für den Rekordmeister ein Witz. Im Klub herrscht Stimmung gegen die altehrwürdige Struktur: zu viele Diagnosen, zu wenig Transparenz, zu viele Fehler. Präsident Florentino Pérez muss handeln, sonst verliert er mehr als nur zwei Spiele – er verliert das Gesicht.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 23 verletzte Spieler in dieser Saison, 37 Ausfälle insgesamt, 212 Tage Fehlzeit für Mbappé allein. Real Madrid zahlt 230 Millionen Euro Gehalt für Stars, die auf der Tribüne sitzen. Der Zeitplan für die Rückrunde sieht aus wie ein Lazarettplan: bis Ende März sind acht Profis fraglich. Wenn das keine Krise ist, was dann?