Sensationelle vuelta-sieg: paula blasi stürmt angliru hinauf!

Ein Sportmärchen schreibt sich gerade in Spanien: Paula Blasi, vor Kurzem noch Crossläuferin, hat die Vuelta a España Femenina gewonnen und damit eine Karriere erzielt, die selbst erfahrene Beobachter in Staunen versetzt. Der Sieg auf dem legendären Angliru ist der krönende Abschluss einer unfassbaren Entwicklung.

Von der achtjahrhundertmeter-läuferin zur vuelta-siegerin

Von der achtjahrhundertmeter-läuferin zur vuelta-siegerin

Noch vor zwei Jahren kämpfte Paula Blasi in spanischen Meisterschaften mit Spikes um jede Sekunde im 800-Meter-Lauf. Eine Verletzung beendete ihre Karriere im Mittelstreckenbereich abrupt. Doch Blasi gab nicht auf, sondern suchte nach neuen Herausforderungen – im Triathlon, Duathlon und sogar im Skibergsteigen. Dabei wurde immer deutlicher: Auf dem Rad ist sie in ihrem Element. Ihre Mutter, Eva Cairol, bringt es auf den Punkt: „Paula ist einfach eine Sportlerin.“ Und das ist vielleicht der Schlüssel zu ihrem Erfolg.

Anders als viele junge Radsportlerinnen, die schon als Kinder auf das Fahrrad gesetzt wurden, ist Blasi eine Kämpferin, die sich jeder Disziplin anpassen kann. Ihr Trainer, Francesc Escolà, erinnert sich an einen Moment, der wie eine Vorahnung wirkte: „Sie kam als Letzte aus dem Wasser beim Triathlon, fuhr aber das schnellste Radsegment.“ Da wurde klar, dass hier etwas Besonderes entstehen könnte.

Die Entwicklung ist geradezu atemberaubend. In weniger als zwei Jahren, nachdem sie sich voll und ganz dem Radsport verschrieben hatte, feierte Blasi bereits Erfolge auf höchstem Niveau: Europameisterschaft im U23-Bereich, eine Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften, der Sieg bei der Amstel Gold Race und nun der Triumph bei der Vuelta a España. Auch bei der Flèche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich zeigte sie beeindruckende Ergebnisse.

Was niemand so recht glauben kann: Blasi scheint noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung angelangt zu sein. Auf dem Angliru fuhr sie förmlich sitzend, mit unglaublicher Kraft, während andere Anwärterinnen auf dem Berg zu kämpfen hatten. Sie selbst gab zu, dass sie kurz davor war, abzusteigen, aber sie gab niemals auf. Ihre Leistung ist schlichtweg außergewöhnlich.

Die Frage, die nun im Raum steht, ist: Wird Paula Blasi bei der Tour de France starten? Sie ist zwar nur als Ersatzfahrerin gemeldet, doch ihr Umfeld drängt auf eine Nominierung. Blasi selbst versteckt ihre Begeisterung nicht: „Ich würde mich sehr freuen, an der Tour teilzunehmen.“

Paula Blasi lebt ihren Erfolg noch immer mit einer gewissen Bescheidenheit. Schließlich ist es erst ein paar Jahre her, dass sie noch mit ihrem Bruder Crossläufe in Getafe absolvierte. Und erst vor kurzem hat sie begriffen, dass sie für etwas Großes geboren wurde. Die Vuelta-Sieg ist nicht das Ende, sondern der Anfang einer Karriere, die das Radsport-Peloton in Atem halten wird.