Sensationelle torjägerin: 15-jährige dominiert sechstliga!
Berlin – Mit einer Torquote, die selbst erfahrene Profis vor Neid erblassen lässt, sorgt Julie Mews für Furore in der Berliner Bezirksliga. Die 19-jährige Stürmerin von 1. Eintracht Spandau pulverisierte in 25 Spielen die Konkurrenz und thront unangefochten an der Spitze der Sechstliga-Torjägerliste – nicht nur in Berlin, sondern bundesweit!
Vom leistungssport-burnout zur torfabrik
Dabei hatte Mews den Fußball fast schon hinter sich gelassen. „Mit 15 habe ich rund zwei Jahre pausiert“, erinnert sie sich. „Dort ging es eher um Leistung als um Spaß. Ich finde, beim Fußball muss man sich wohlfühlen.“ Der Wechsel zu 1. Eintracht Spandau markierte jedoch eine Zeitenwende. Hier fand sie die Freude am Spiel wieder – und entwickelte sich zur schieren Tormaschine.
56 Treffer in 25 Partien – diese schwindelerregende Bilanz spiegelt nicht nur ihre individuelle Klasse wider, sondern auch die Leistungsfähigkeit des jungen Teams aus Spandau, das aktuell auf dem Weg zur Meisterschaft ist. Ein knapper 1:0-Sieg gegen Türkiyemspor Berlin III am vergangenen Wochenende untermauerte den Anspruch der Mannschaft aufs Neue.

Mehr als nur tore: fitness als erfolgsfaktor
Doch was macht Julie Mews so gefährlich? Neben ihrer Schnelligkeit und ihrer Ausbildung beim renommierten Tennis Borussia Berlin, legt die angehende Sport- und Fitnesskauffrau größten Wert auf ihre körperliche Fitness. „Sport hat in meinem Leben oberste Priorität – ohne ihn würde einfach etwas fehlen“, erklärt sie. Ihr Alltag ist geprägt von Trainingseinheiten im Fitnessstudio, wo sie an Explosivkraft, Schnelligkeit und Stabilität feilt. Auch nach Feierabend verbringt sie viel Zeit in der Muckibude – ein Fakt, der sich direkt in ihre Leistungen auf dem Platz widerspiegelt.
Obwohl sie im Spitzenspiel gegen Türkiyemspor Berlin leer ausging, bewies sie, dass ihr Einfluss auf das Spiel weit über das bloße Toreschießen hinausgeht: „Auch wenn man kein Tor schießt, hat man ja Einfluss auf das Spiel. Ich habe zum Beispiel den Freistoß herausgeholt, der dann zum 1:0 geführt hat.“
Und obwohl sie ihren linken Fuß „nur zum Stehen und zum Dribbeln“ nutzt, wie sie lachend zugibt, ist sie mit ihren 1,64 Metern eine beeindruckende Kraft am Ball.
Der Vorsprung auf die zweitbeste Torjägerin, Muriel Schäpers vom FC Oeding, beträgt komfortable sechs Tore. Ob Julie Mews ihre Torjägerkanone® für alle über die Ziellinie bringen kann? Das wird die Sechstliga-Saison noch spannender machen.
Zum Saisonende steht die Meisterschaft im Vordergrund, aber auch die individuelle Auszeichnung wäre eine willkommene Würdigung ihrer Leistungen. Und wer weiß, vielleicht ist das ja erst der Anfang einer großartigen Karriere für diese außergewöhnliche junge Frau.
