Siyar holt bronze: deutscher ringer-erfolg in tirana!
Ein strahlender Abschluss für die deutschen Ringer bei den Europameisterschaften in Tirana: Mohsen Siyar sicherte dem Deutschen Ringer-Bund (DRB) die vierte Bronzemedaille. Der 30-Jährige, der für den ASV Schorndorf startet, kämpfte sich im kleinen Finale der Freistil-Klasse bis 125 kg gegen den Griechen Azamat Khosonov durch.

Vierter podestplatz im zeichen des drb
Die Europameisterschaften in der albanischen Hauptstadt waren für das deutsche Team insgesamt ein Erfolg, wenn auch nicht ohne Stolpersteine. Neben Siyar standen bereits Annika Wendle (53 kg), Anastasia Blayvas (55 kg) und Naemi Leistner (62 kg) auf dem Siegerpodest – alle drei im Frauenbereich. Doch der Triumph im Frauenbereich stand in krassem Gegensatz zum Abschneiden der deutschen Männer im griechisch-römischen Stil, wo alle Starter frühzeitig scheiterten. Das wirft Fragen auf, wie der DRB diese Diskrepanz in Zukunft angehen will.
Mohsen Siyar, der in seinem Heimatland Iran geboren wurde, zeigte im Finale eine beeindruckende Leistung. Seine Entschlossenheit und Technik waren entscheidend für den Sieg gegen Khosonov. Die Bronze-Medaille ist nicht nur ein persönlicher Erfolg für Siyar, sondern auch ein Zeichen für die wachsende Bedeutung des Ringer-Sports in Deutschland und die erfolgreiche Integration von Sportlern aus verschiedenen Kulturen. Die Resonanz im Team war riesig, denn dieser Erfolg konnte die Enttäuschung im griechisch-römischen Stil etwas abmildern.
Die kommenden Wochen werden zeigen, welche Schlüsse der DRB aus den Europameisterschaften zieht. Klar ist: Der deutsche Ringer-Sport hat weiterhin das Potenzial, auf internationaler Ebene zu glänzen. Die Medaillen der Frauen und der bronzene Erfolg von Mohsen Siyar sind ein Beweis dafür. Aber es gilt jetzt, die Schwächen im griechisch-römischen Stil zu analysieren und gezielt zu verbessern, um auch dort wieder erfolgreicher zu sein.
