Seixas dominiert die itzulia: ein junger bretonen-triumph!

Die Straßen der Itzulia haben sich in ein farbenfrohes Spektakel verwandelt, das an die Königsetappe des Tour de France erinnerte – nur ohne die üblichen Bergseen. Paul Seixas, der unangefochtene Herrscher dieser Rundfahrt mit seinen zahlreichen Führungstrikots, präsentierte gestern eine Leistung, die dem Alter von gerade einmal 19 Jahren kaum gerecht wird. Ein junger Mann, der scheinbar keine Grenzen kennt.

Ein duell der giganten: seixas bezwingt lipowitz

Ein duell der giganten: seixas bezwingt lipowitz

Das Finale der fünften Etappe sah ein packendes Duell zwischen Paul Seixas und Florian Lipowitz (Red Bull Bora) – dem Zweitplatzierten der Gesamtwertung – bevor. Beide lieferten sich einen taktischen Kampf bis zum Schluss, der in einem souveränen Sieg für Seixas gipfelte. Es war nicht einfach nur ein Sieg; es war eine Demonstration von Stärke und Willen.

Die Itzulia hat seit der Fusion mit der Vuelta al País Vasco im Jahr 2009 eine besondere Bedeutung erlangt. Die historische Verbindung zur Euskal Bizikleta, auch bekannt als Bicicleta Eibarresa, hat dafür gesorgt, dass die Stadt Eibar immer wieder eine wichtige Rolle in der Rundfahrt spielt. Früher fand das Finale im Santuario de Arrate statt, doch die Rennleitung hat die Strecke im Laufe der Jahre verändert. Dieses Jahr endet die Itzulia am Samstag in Bergara.

Baptiste Veitroffer (Lotto) setzte frühzeitig einen gewagten Versuch, gemeinsam mit Kruijswijk (Visma) einen Vorsprung herauszuspielen. Doch der entscheidende Moment kam im steilen Anstieg zum Krabelin, wo die Konkurrenz auseinanderbrach. Lipowitz griff an, um Seixas unter Druck zu setzen, und der junge Bretonen reagierte mit beeindruckender Ruhe und Präzision. Prodhomme, Seixas' Coéquipier, unterstützte ihn dabei, das Tempo zu diktieren.

Ein unerbittlicher Schlussabschnitt

Die letzten Kilometer waren geprägt von steilen Anstiegen und abrupten Richtungswechseln. Skjelmose (Lidl) und Tulett (Visma) gerieten in Schwierigkeiten, während Beloki (EF) als erster Jungprofi hinter Seixas im Gesamtklassement lag. Doch der eigentliche Knackpunkt war der Anstieg zum Trabakua, gefolgt von einem weiteren Anstieg zum Urkaregi. Hier bewies Seixas seine außergewöhnliche Form und ließ Lipowitz hinter sich.

Ein unerwarteter Zwischenfall sorgte für zusätzliche Dramatik: Das Team Lidl versuchte, Kontakt zu Skjelmose aufzunehmen, wobei ein Helferfahrer fast vom Motorrad des Teamautos gestoßen wurde. Parallel dazu stürzten Soler (UAE) und Healy (EF), was ihre Chancen auf einen guten Platz im Finale erheblich beeinträchtigte.

In den letzten 30 Kilometern griff Seixas erneut an, nachdem er Healy und Soler eingeholt hatte. Lipowitz versuchte ein letztes Mal, die Initiative zu ergreifen, doch Seixas konterte prompt. Ion Izagirre (Cofidis) kämpfte derweil gegen Roglic und die anderen Top-Fahrer um eine Platzierung im Podest. Die Entscheidung war gefallen: Seixas demonstrierte seine Überlegenheit und sicherte sich den Etappensieg. Roglic verlor dadurch Boden gegenüber Seixas im Gesamtklassement.

Die Tabelle verrät die ganze Geschichte: Seixas festigt seine Führung, Lipowitz rückt auf den zweiten Platz vor, und Ion Izagirre muss sich nun Roglic geschlagen geben. Die Itzulia ist noch lange nicht entschieden, aber Paul Seixas hat gestern bewiesen, dass er der Mann der Stunde ist.