Megan oldham: von pechino zum goldenen triumph in niseko!
Niseko, Japan – Der Name Megan Oldham hallte in der Freestyle-Szene Widerhall, als die junge Kanadierin in Niseko nicht nur ein Comeback feierte, sondern mit zwei Goldmedaillen im Slopestyle und Big Air die Welt in ihren Bann zog. Nach enttäuschenden Erlebnissen in Peking scheint die 24-Jährige nun ihren wahren Höhepunkt erreicht zu haben.
Die erlösung nach peking
Die Olympischen Winterspiele in Peking hinterließen bei Oldham tiefe Narben. Vierter Platz im Big Air und die verpasste Qualifikation für das Slopestyle-Finale – die Enttäuschung war groß. „Ich hatte so großen Wunsch, eine olympische Medaille zu gewinnen“, gestand sie im Interview. Doch anstatt sich von Rückschlägen entmutigen zu lassen, nutzte sie die Zeit, um sich neu zu fokussieren und ihre Ziele klarer zu definieren. „Nach Peking sagte ich mir: Ich will mich rehabilitieren.“
Und das tat sie mit Bravour. Im Slopestyle setzte sie sich gegen starke Konkurrenz durch, darunter auch die chinesische Superstar Eileen Gu und unsere eigene Flora Tabanelli. Im Big Air ließ sie dann erneut keine Zweifel an ihrer Leistungsstärke und sicherte sich den erneuten Sieg. Die Krönung ihrer Karriere.

Von der gynastik zur snowboard-queen
Was viele nicht wissen: Oldham begann ihre sportliche Karriere nicht mit dem Freestyle-Skiing. Zunächst trieb sie sich in der Gynastik und im Eislaufen herum, bevor ihr älterer Bruder Bruce sie schließlich für den Snowboard-Sport begeisterte. „Ich war 15, als ich zum ersten Mal Ski fuhr“, erinnert sie sich lachend. Eine späte Entscheidung, die sich aber in ihrer außergewöhnlichen Karriere auszahlt.
Und was macht Oldham in ihrer Freizeit? Neben dem Surfen, das sie zwar „nicht besonders gut“ beherrscht, ist sie eine Serienjunkie und liebt es, Pizza zu essen – ausschließlich Margherita, bitte! Aber wo genau befindet sich ihre Goldmedaille? Nach einer Reise durch die Welt und zahlreichen Medienanfragen, scheint Oldham selbst den Überblick verloren zu haben. „Ich glaube, sie ist irgendwo in Mamas Haus“, schmunzelt sie.

Ein blick zurück und eine zukunft voller träume
Die Atmosphäre in Livigno, wo Oldham bereits Erfahrungen sammelte, wird ihr in bester Erinnerung bleiben: „Das Dorf war lebendig, voller Restaurants und Menschen. Es war einfach unglaublich.“ Und auch ihre Beziehung zu Flora Tabanelli schätzt sie: „Sie ist eine Powerfrau. Als Athletin hat sie sich enorm weiterentwickelt.“
Bei den Swatch Nines in Japan beschreibt sie die Atmosphäre mit drei Worten: „Kreativität, Spaß und Teamgeist“. Ihre Inspiration findet sie in Athletinnen wie Kaya Turski und Mathilde Gremaud. Ihr Traum? Eine eigene Familie und natürlich, noch viele weitere Erfolge im Freestyle-Skiing zu feiern. Und wer weiß, vielleicht findet sich ihre Goldmedaille ja bald in einer Vitrine wieder – ganz in der Nähe ihrer Pizza-Vorräte.
