Seider trifft, wird aberkannt – detroit verspielt playoff-chance

Moritz Seider sah den Puck schon im Netz, die Red Wings sahen sich schon im Playoff-Raster. Dann kam das Video, das alles zunichte machte. Detroit verliert 3:5 in Philadelphia, bleibt einen Zähler hinter Columbus – und der deutsche Verteidiger darf seinen Jubiläums-400. NHL-Einsatz erst mal abschütteln.

Die Scheibe war drin, die Handschuhe flogen hoch, die Flyers jubelten nicht mit, aber das war Seider egal. Er hatte das 1:0 erzielt – dachte er. Die Challenge der Gäste zeigte: Abseits. Tor annulliert, Stimmung gekippt, Detroit lief fortan einem Rückstand hinterher wie ein Hund, der seinen Schwanz einholt.

Ein punkt fehlt, vier spiele bleiben

Ein punkt fehlt, vier spiele bleiben

Die Zahlen sind hart: dritte Pleite in den letzten vier Partien, 87 Punkte, ein Rang jenseits der Wildcard. Columbus hat 88. Die Saison schrumpft auf ein Viertelfinal-Tableau, in dem jeder Schuss ein Hammer und jede Parade ein Retter ist. Seider liefert zwei Assists, aber die defensive Lücke zwischen ersten und drittem Drittel frisst die ganze Statistik auf.

Weiter westlich fliegt John-Jason Peterka mit Utah Mammoth drauf und dran, sich ein Playoff-Ticket zu sichern. 6:2 in Los Angeles, ein Assist beim sechsten Tor – seine zweite Vorlage in zwei Spielen. Utah thront auf dem ersten Wildcard-Rang der Western Conference, und der 21-Jährige wird zum Joker, den die Kings nicht löschen konnten.

Philipp Grubauer dagegen kratzt 34 Schüsse von der Scheibe, kriegt aber keinen Punkt geschenkt. Seattle verliert 2:3 im Penaltyschießen in Buffalo, bleibt zwei Zähler hinter den Playoff-Plätzen. Die Kraken haben noch fünf Spiele, Grubauer hat noch fünf Chancen, sein Team in die Postseason zu bugsieren – oder zu versenken.

Deutsche Akteure, knappe Tabellen, letzte Atemzüge. Die NHL-Saison kocht auf 200 Stundenkilometer runter. Für Seider, Peterka und Grubauer heißt es: Jetzt zählt nur noch das nächste Gesicht – und kein Video-Review.