Seider schreibt nhl-geschichte: 400 spiele ohne pause, 51 punkte und ein rekord

Ein Deutscher rührt in Detroit mächtig die Trommel. Moritz Seider liefert in seiner 400. NHL-Partie zwei Assists, schreitet mit den Red Wings 5:2 über die Buffalo Sabres und schraubt seine Saisonbilanz auf 51 Scorerpunkte. Die Zahl ist kein Nebenschauplatz – sie katapultiert den 24-jährigen Verteidiger in eine illustre Reihe, die bislang nur Nicklas Lidström und Reed Larson gehörten.

Seider ist erst der dritte Defensivspieler der Klubgeschichte, der vor seinem 25. Geburtstag in zwei verschiedenen Spielzeiten die 50-Punkte-Marke knackt. Der Fakt, dass er seit seinem Debüt im Oktober 2021 kein einziges Spiel verpasst hat, macht die Leistung zur Legende in Echtzeit. 400 Mal Anpfiff, 400 Mal Seider auf dem Eis – eine Dauerläufer-Statistik, die selbst in einer Liga voller Kaliber wie der NHL Seltenheitswert besitzt.

„Wir haben es einfach gehalten“ – seiders rezept

Die Red Wings dominierten die Sabres mit einem schwungvollen ersten Drittel und ließen danach nichts anbrennen. „Wir haben versucht, es ganz einfach zu halten“, sagte Seider nach der Partie. „Ihre Abwehr in schwierige Situationen zu bringen war der Schlüssel.“ Der Plan funktionierte: Detroit schoss 38 Mal aufs Tor, kassierte nur 22 Gegenchancen und baute nach dem Sieg den Anschluss an die Playoff-Ränge aus.

Dabei stehen die Red Wings nur noch einen Zähler hinter den New York Islanders, die im Rennen um die letzten Wildcard-Plätze der Eastern Conference allerdings ein Spiel mehr auf dem Konto haben. Für Seider und seinen Coach Derek Lalonde ist jeder Punkt ein Stück Lebensversicherung – und jeder Scheibenstart ein persönlicher Marathon.

Deutsche stärke im us-metall

Deutsche stärke im us-metall

Seider ist längst mehr als ein Rollenspieler. Mit 51 Punkten liegt er unter allen NHL-Verteidigern in den Top Ten, seine 28 Assists sind Team-Bestwert. Die Red Wings vertrauten ihm im vergangenen Sommer eine siebenjährige Vertragsverlängerung an – 53 Millionen Dollar, ein klares Bekenntnis zu Deutschlands Eishoffnung Nummer eins.

Die nächsten Aufgaben kommen im Galopp: Heimspiel gegen Florida, dann die Bruins in Boston. Die Playoff-Tür steht offen, doch sie schließt sich schneller, als man einen Line-Change vollzieht. Seider weiß das. Er wird wieder aufs Eis stehen. 401. Mal. 402. Mal. Und irgendwann wird die NHL aufwachen und feststellen, dass aus dem deutschen Debütanten eine Dauergranate geworden ist, die Detroit wieder zur Kraft verhilft.