Schweiz klettert aufs podest – bronze im parallel-teamwettkampf nach herzschlagfinale

Die Schweiz hat sich im Team-Parallel-Riesenslalom durchgebissen. Nach einem Fehlstart von Jack SpencerTAG3 im Halbfinale und 0,48 Sekunden Vorsprung im kleinen Finale gegen Österreich steht am Ende Bronze – und eine Frage: Was ist diese Mannschaft noch zuzutrauen?

Die Antwort lieferte Dania Allenbach schon im ersten Lauf gegen Schweden. Sie riss die Latte weg, fuhr trotzdem die schnellste Zeit und zeigte: Dieses Quartett spielt nicht mit, es spielt zur Spitze. Doch dann kam Spencer. Der 23-Jährige rutschte in der Flachpassage weg, touchierte eine Torstange, die Fahrt war gelaufen. Schweden zog ins Finale ein, die Schweiz musste um Edelmetall kämpfen.

Spencers fehler und die antwort des teams

Spencers fehler und die antwort des teams

Was folgte, war kein Schuldzuweisungskino, sondern eine Kampfansage. Allenbach, Sue Piller und Giuliano Fux stemmten sich gegen das Aus. Gegen Österreich lagen sie nach Spencer erneut zurück. Die Uhr zeigte 0,32 Sekunden Rückstand, als Fux in die letzte Paarung ging. Er fuhr nicht nur schneller, er raste. 0,48 Sekunden Vorsprung lautete der neue Zwischenstand. Die Bank tobte, die Österreicher starrten auf die Anzeige.

Gold ging an Schweden, das souverän drei von vier Läufen gewann. Silber an Finnland, das nur durch Wilma Kivela einen Punkt rettete. Doch die Geschichte des Tages heißt Schweiz. Denn wer nach zwei Rennstürzen noch Bronze holt, der trägt nicht nur Edelmetall nach Hause, sondern auch die Gewissheit, in der nächsten Saison ganz vorne mitmischen zu können.

Die FIS-Weltcup-Saison geht weiter, doch in der Schweiz wird heute Nacht nicht geschlafen. In den Skiclubs von Pelkum bis Zermatt wird trainiert, was das Zeug hält. Die Bronze von gestern ist morgen vielleicht schon Gold. Und Spencer? Der hat seinen Fehler längst abgehakt. „Wir sind ein Team“, sagte er, „und wir kommen zurück.“