Schweden vor dem abgrund: alles oder nichts gegen japan!

Die Luft in der schwedischen Nationalmannschaft ist zum Schneiden dick. Nach dem blamablen 0:5 gegen die Niederlande steht am Freitag das alles entscheidende Gruppenspiel gegen Japan an – ein Finale um den Einzug in die K.o.-Runde der WM 2026. Für Trainer Graham Potter und sein Team geht es um nichts weniger als das Überleben im Turnier.

Die defensive als achillesferse

Die Schwächen der schwedischen Abwehrreihe waren gegen die Niederlande schonungslos deutlich. Die Elftal nutzte jede Lücke, jede Unaufmerksamkeit und schoss ein Tor nach dem anderen. Besonders die Dreierkette um Victor Lindelöf hatte mit der Geschwindigkeit und Technik der holländischen Angreifer große Probleme. 75 Prozent seiner Zweikämpfe verlor Lindelöf – ein erschreckender Wert, der die fehlende Abstimmung und die mangelnde Entschlossenheit verdeutlicht.

Die japanische Mannschaft, bekannt für ihr blitzschnelles Passspiel und ihre hohe Laufbereitschaft, wird diese Schwächen gnadenlos ausnutzen. Es ist kein Geheimnis, dass Schweden defensiv anfällig ist. Die Frage ist, ob Potter eine Lösung finden kann, um die Außenbahnen zu schließen und das Zentrum zu stabilisieren.

Offensive mit potenzial, aber ohne durchschlagskraft

Offensive mit potenzial, aber ohne durchschlagskraft

Offensiv zeigte Schweden zwar Ansätze, aber auch hier fehlte es an Konstanz und Durchschlagskraft. Alexander Isak und Viktor Gyökeres, die beiden Hoffnungsträger im Sturm, konnten ihre Klasse nur in Ansätzen zeigen. Die Gegner scheinen das Spielsystem der Schweden bereits durchschaut zu haben – die Fixierung auf die beiden Top-Stürmer macht es dem Gegner leicht, die Abwehr zu lesen und zu kontern. Yasin Ayari mit seinen zwei sehenswerten Toren gegen Tunesien war ein Lichtblick, aber auch er konnte nicht verhindern, dass Schweden gegen die Niederlande unterging.

Die wm-historie als mutmacher

Die wm-historie als mutmacher

Trotz der aktuellen Lage dürfen die Schweden nicht den Mut verlieren. In der Vergangenheit bewiesen sie immer wieder, dass sie auch unter Druck Leistung bringen können. Bei den letzten vier WM-Teilnahmen schafften sie es, in der letzten Gruppenabsetzung den entscheidenden Punkt zu holen und sich damit für die K.o.-Runde zu qualifizieren. Ein Sieg gegen Japan würde die historische Serie fortsetzen und dem Team neuen Auftrieb geben.

Doch diesmal ist alles anders. Der Druck ist enorm, die Erwartungen hoch. Schweden muss zeigen, dass es in der Lage ist, über sich hinauszuwachsen und eine geschlossen Mannschaft zu bilden. Nur so kann es gegen Japan bestehen und seine Chance auf den Einzug in die nächste Runde wahren. Die Aufgabe ist monumental, aber nicht unmöglich.

Die Uhr tickt. Es ist Zeit für Schweden, alles zu geben – oder den Traum von der WM 2026 zu begraben.