Schröder surft auf siegeswelle: hfc dreht auch beim bfc preussen den spieß

Ein Rasen wie ein Kohlekeller, die Gäste ersteinmal ratlos – und dann schlägt der Hallescher FC doch wieder zu. Mit dem 3:1 (0:1) beim BFC Preussen setzt Trainer Robert Schröder seine Siegesserie auf sieben Pflichtspiele und schiebt den HFC auf Rang zwei der Regionalliga Nordost.

Stierlatschen-platz? kein problem für die moral-maschine

Der Berliner Sportplatz glich einem Acker, trotzdem fand der Tabellenzweite seine Schrittfolge. Nach dem 0:1 durch Nikolas Frank (34.) schien der Plan zu bröckeln. „Wir wollten auf der Welle weitersurfen“, sagte Schröder nach Abpfiff – und seine Surfer paddelten mit Macht. Ein abgefälschter Freistoß landete bei Marius Hauptmann, der zum 1:1 traf (60.). Acht Minuten später staubte Lucas Ehrlich ab – sein erstes Tor im HFC-Trikot. Max Kulke legte per Elfmeter nach (90.+4). Die Zahlen sprechen: 21 Punkte aus den letzten sieben Spielen, 19 Tore, nur vier Gegentore.

Jubel trotz hackordination: ehrlichs antrittsgeschenk

Jubel trotz hackordination: ehrlichs antrittsgeschenk

Der 22-jährige Ehrlich lief erstmals in dieser Saison von Beginn an – und traf. „Habe mich heute belohnt“, sagte er zwischen durchgeschwitzten Trikots und Matschspritzern. Der Stürmer war es auch, der Preussen-Verteidiger Oliver Maric in der Nachspielzeit zu Fall brachte – Elfmeter, Kulke, 3:1, Ausverkauf.

Die Konkurrez rennt: Carl Zeiss Jena verlor zeitgleich in Meuselwitz, der HFC nutzte den Patzer eiskalt aus. Nächster Gegner: Lok Leipzig. Schröder klang schon wie ein Surflehrer: „Wenn die Welle kommt, muss man sie nehmen.“ Momentan paddelt sein Team auf Tsunami-Niveau.