Bfc preussen kassiert späte demütigung – halle siebt sich mit 3:1 in berlin

Der BFC Preussen hatte Halles FC-Auswahl 70 Minuten lang im Griff – dann zerplatzte die Fassade wie ein nasser Zeitungspapier. Mit 1:3 fiel die Elf von Coach Carsten Härtel am Samstag im eigenen Stadion auf Platz 12 der Regionalliga Nordost zurück, während der Gast aus Sachsen-Anhalt die Siegesserie auf sieben Spiele ausdehnte.

Die Partie begann nach dem Skript der Berliner. Nikolas Frank stieg nach Ecke von links am höchsten und köpfte in der 33. Minute zur verdienten Führung ein. Die Gäste wirkten ideenlos, die Preussen kompakt. Doch die Halftime-Ansprache von Halle-Coach Michael Härtling – Bruder des Berliner Trainers – schlug wie eine Bombe ein.

Ein doppelschlag binnen 180 sekunden

Ein doppelschlag binnen 180 sekunden

Jan Löhmannsröbens Freistoß segelte zwar noch in die Mauer, doch Marius Hauptmann nagelte den Abpraller aus 18 Metern zum Ausgleich in die Maschen (60.). Beim 1:2 war es dann Joker Lucas Ehrlich, der nach einem Konter aus halblinken zehn Metern vollendete – 2:1 in der 63. Minute. Die Preussen versanken in Kollektivpanik, Max Kulke verwandelte den fälligen Foulelfmeter in der Nachspielzeit zum 3:1-Endstand.

Luckenwalde indessen feierte sich selbst. Gegen Greifswald lag der FSV lange durch Grace Bokakes Treffer (20.) hinten, ehe Lucas Will in der 82. Minute mit dem Kopf den 1:1-Ausgleich markierte. Die Brandenburger rutschen auf Rang neun, Greifswald bleibt mit 23 Zählern auf Relegationsplatz 15 kleben.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Halle hat 21 der letzten 21 Punkte geholt, Preussen nur sieben. Wer so eine Bilanz gegen den Abstieg schreibt, muss sich nicht wundern, wenn die Fans schon am Märzsonntag vom „Endspiel“ reden. Die Saison ist noch lang – aber die Luft wird dünner.