Schock und fokus: rabiot über deschamps' schmerz und wm-ziele
Ein Schatten liegt über der französischen Nationalmannschaft: Der Verlust der Mutter von Teamchef Didier Deschamps hat die Spieler tief erschüttert. Mittelfeldspieler Adrien Rabiot sprach offen über den Schock und die schwierige Situation, betonte aber auch die Entschlossenheit, sich auf die bevorstehenden Aufgaben zu konzentrieren.
Die trauer trifft im ungünstigsten moment
Die Nachricht vom Tod von Deschamps' Mutter traf das Team unerwartet und hart. „Es war ein Schock, als er uns sagte, dass er gehen muss“, erklärte Rabiot in einer Pressekonferenz vor dem Achtelfinalspiel gegen Schweden. Er betonte die volle Unterstützung für Deschamps und hob hervor, dass das Team trotz der Umstände sein Bestes gegeben habe, insbesondere im Gruppenspiel gegen Norwegen.
Rabiot ließ keinen Zweifel daran, dass die Umstände unfair sind: „Es ist nicht fair, dass er das in dieser Situation durchmachen muss, aber so ist der Fußball.“ Deschamps musste sich kurzfristig von der Mannschaft verabschieden, ist aber nun wieder anwesend und „motiviert, sein Bestes zu geben.“ Das Team versucht, ihn zu unterstützen und ihm die Last zu nehmen. „Er ist natürlich sehr betroffen, aber er versucht, uns nicht zu beeinflussen“, so Rabiot.

Favoritenrolle und die bedeutung des rasens
Trotz der emotionalen Belastung bleibt Frankreich fokussiert auf das Ziel: den Titelgewinn. Rabiot räumte ein, dass die Mannschaft als Favorit ins Spiel gegen Schweden geht, warnte aber vor Selbstüberschätzung. „Wir wissen, dass wir die Favoriten sind, aber wir wollen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Wir müssen konzentriert bleiben.“
Die Vorbereitung auf das Spiel sei „sehr ernst“ genommen worden, und Rabiot lobte die schwedische Mannschaft für ihre „guten Spieler, besonders in der Offensive.“ Ein weiteres Thema war der Zustand des Rasens im MetLife Stadium, der bereits von anderen Spielern kritisiert wurde. „Der Rasen war nicht in bester Verfassung, aber es gab eine leichte Verbesserung“, sagte Rabiot. „Er ist etwas höher und weicher.“ Er betonte jedoch, dass der Zustand des Rasens „keine Ausrede“ sein werde, da er beide Mannschaften gleichermaßen betreffe.
Die französische Mannschaft muss nun beweisen, dass sie trotz der schwierigen Umstände und der widrigen Bedingungen auf dem Platz gestärkt aus dieser Situation hervorgehen kann. Denn eines ist klar: die WM-Träume Frankreichs hängen an der Fähigkeit, Emotionen in Leistung umzuwandeln.
