Schock in sizilien: kupferdiebe legen e-auto-ladeinfrastruktur lahm!
Sizilien ist Schauplatz einer neuen Welle von Kriminalität, die nicht nur Autofahrer, sondern die gesamte Elektromobilität in der Region bedroht. Professionelle Diebe plündern Ladestationen für Elektroautos, um das wertvolle Kupfer in den Kabeln zu stehlen und auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Die Folgen sind gravierend: Unzählige Ladepunkte sind außer Betrieb, und die Akzeptanz von E-Autos leidet.

Ermittlungen führen zu zwei festnahmen
Die Polizei in Catania hat nach intensiven Ermittlungen zwei Männer im Alter von 54 und 34 Jahren festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, in den Monaten Februar und März 2026 mindestens zehn Ladestationen der Enel in den Provinzen Catania und Syrakus gestohlen zu haben. Die Täter handelten offenbar gezielt und schnell: Mit einem Fahrzeug ausgestattet, schnitten sie die Kupferkabel in wenigen Minuten durch und verschwanden mit ihrer Beute.
Ein lukratives Geschäft mit hohem Preis Das gestohlene Kupfer wird auf dem Schwarzmarkt zu einem Preis zwischen 30 und 50 Prozent unter dem legalen Marktwert verkauft. Ein einzelner Eingriff kann den Dieben zwischen 12 und 20 Kilogramm Metall einbringen – ein beträchtlicher Gewinn. Doch der Preis dafür wird von den betroffenen E-Auto-Fahrern getragen, die nun mit defekten Ladestationen und langen Wartezeiten konfrontiert sind.
Die Überwachungskameras in der Nähe der betroffenen Ladestationen lieferten den entscheidenden Durchbruch für die Ermittler. Die Aufnahmen zeigten die Täter bei der Tat und ermöglichten so ihre Identifizierung und Festnahme. Die Polizei hatte bereits seit Anfang des Jahres verstärkte Kontrollen und nächtliche Streifen eingeführt, um der steigenden Zahl von Kupferdiebstählen entgegenzuwirken – eine Reaktion auf zahlreiche Meldungen von Bürgern und Energieversorgern.
Die beiden Festgenommenen sind kein Unbekanntes für die Polizei. Bereits im Februar dieses Jahres wurden sie bei einem weiteren Kupferdiebstahl in einer elektrischen Schaltanlage erwischt. Diese Vorfälle unterstreichen die anhaltende Problematik von Metall-Diebstählen in Sizilien, die nicht nur elektrische Anlagen, sondern auch Wohnhäuser und zunehmend die Infrastruktur für Elektromobilität betrifft. Der Preis für eine Tonne Kupfer liegt derzeit bei rund 8.000 Euro, was die hohe Attraktivität dieser Straftaten erklärt.
Die Schäden an den Ladestationen sind erheblich, da die beschädigten Komponenten teuer sind und oft nur schwer kurzfristig ersetzt werden können. Dies führt zu erheblichen Unannehmlichkeiten für E-Auto-Fahrer und stellt eine Herausforderung für den Ausbau der Elektromobilitätsinfrastruktur dar.
