Schock in der türkei: wm-traum zerplatzt nach blamabler niederlage
Die Türkei hat bei der Weltmeisterschaft in Katar einen historischen Tiefpunkt erreicht. Gegen Paraguay kassierte das Team von Vincenzo Montella eine 0:1-Niederlage, die nicht nur den vorzeitigen Ausschluss aus dem Turnier besiegelt, sondern auch eine Welle der Enttäuschung und Selbstkritik im eigenen Land auslöst. Die Erwartungen waren hoch, die Realität ist niederschmetternd.
Überzahl verpufft: chancenverwertung katastrophal
Trotz einer über eine Halbzeit dauernden Überzahl aufgrund einer roten Karte des Gegners, gelang es der türkischen Nationalmannschaft nicht, den entscheidenden Treffer zu erzielen. Stattdessen präsentierte sich das Team erschreckend ungefährlich und nutzte seine zahlreichen Gelegenheiten nicht. Die Statistik ist brutal: Über 77 Prozent Ballbesitz, aber kein einziger Torerfolg – eine Leistung, die seit mindestens 1966 nicht mehr bei einer Weltmeisterschaft zu sehen war.
Die türkischen Medien sind in heller Aufregung. „Bitterer Abschied von der Weltmeisterschaft. Null Tore, null Punkte“, titelt Hürriyet. Habertürk spricht von einer „schmerzhaftesten Enttäuschung in der WM-Geschichte unseres Landes“. Selbst die Fans, die noch vor Tagesanbruch voller Hoffnung vor den Bildschirmen standen, wurden enttäuscht. Die Gesichter der Familien und Kinder, die türkische Fahnen schwenkten, spiegelten die tiefe Trauer wider.

Selbstkritik und schuldzuweisungen
Auch innerhalb des türkischen Teams herrscht Selbstkritik. „Wir schämen uns“, gaben Hakan Çalhanoğlu und Arda Güler zu. Die Leistung war nicht nur taktisch, sondern auch mental mangelhaft, so der Eindruck. Die wiederholte Ansprache des Aluminiums – Pfosten und Latte retteten Paraguay in mehreren Situationen – unterstreicht zusätzlich die bittere Ironie des Spiels.
Paraguay hingegen feierte einen hart erkämpften Sieg. „Die paraguayische Nationalmannschaft hat einmal mehr ihr wahres Wesen unter Beweis gestellt – jenes Wesen, das ihr im Weltfußball historischen Respekt eingebracht hat“, schrieb ABC. Ein Lob, das für die Türkei wie ein Schlag ins Gesicht kommt.
Die Enttäuschung ist so groß, dass bereits über mögliche Konsequenzen für Trainer Montella und das gesamte Team spekuliert wird. Die kurze und jämmerliche WM-Reise der Türkei ist zu Ende – ein herber Rückschlag für den türkischen Fußball und eine Demütigung für die Fans. Die nächste Weltmeisterschaft liegt nun weit entfernt und die Aufgabe, aus dieser Desillusionierung gestärkt hervorzugehen, wird enorm sein.
