Schock in aizkraukle: bandzevicius scheidet nach raquetten-patzer aus!
Ein Finale, das in die Tennisgeschichte eingehen wird – wenn auch aus den falschen Gründen. Der lettische Nachwuchsspieler Deividas Bandzevicius flog beim ITF J60 Turnier in Aizkraukle nach einer unfassbaren Szene vom Platz.

Ein sieg, der zum desaster wurde
Bandzevicius hatte zuvor einen dramatischen Dreisatzkampf gegen den italienischen Youngster Emiliano Bratomi überstanden. Nach einem hart erkämpften 6:3, 4:6 und einem umkämpften Tie-Break mit 7:6(5) stand der Jubel ins Haus. Doch die Feierlichkeiten sollten in einer Tragödie enden. In seiner Begeisterung schleuderte Bandzevicius seine Raquette in die Luft, in der Hoffnung, den Sieg mit einem spektakulären Akt zu krönen.
Stattdessen nahm das Ledergerät einen katastrophalen Bogen. Es übersprang das Netz, prallte auf dem Court ab und traf schließlich Bratomi. Eine unglückliche, aber folgenreiche Begebenheit, die nach den Turnierregeln eine Disqualifikation zur Folge hatte. Die Regeln sind klar: Ein versehentlicher Treffer auf einen Gegenspieler gilt als unsportliches Verhalten und führt zur sofortigen Disqualifikation.
Volodymir Revenko aus der Ukraine, der eigentlich als nächster Gegner Bandzevicius‘ Herausforderung hätte annehmen müssen, zog damit kampflos ins Halbfinale ein. Ein bitteres Ende für den 17-jährigen Bandzevicius, dessen Traum von einem möglichen Titel in Aizkraukle abrupt geplatzt ist. Die Zuschauer waren wie erstarrt, als sie sahen, wie ein Moment des Triumphes in einen solchen Eklat mündete.
Die Szene wirft ein Schlaglicht auf die Emotionen, die im Sport herrschen können, und die Notwendigkeit, auch in der Freude die Kontrolle zu bewahren. Denn ein unbedachter Moment kann eine Karriere – zumindest vorübergehend – ausbremsen. Bratomi konnte nach dem Vorfall zum Glück weiterspielen, auch wenn der plötzliche Zwischenfall sicherlich eine Überraschung war.
