Schock für den italienischen fußball: antonio zappi verliert seinen posten als schiedsrichterboss
Berufung abgelehnt: zappi muss gehen
Rom, 19. Februar – Ein herber Rückschlag für Antonio Zappi, den Präsidenten der italienischen Schiedsrichtervereinigung (AIA). Der föderale Berufungsgerichtshof hat seine Berufung gegen die Verhängung einer13-monatigen Sperre endgültig abgewiesen. Dies bedeutet das vorzeitige Ende seiner Amtszeit. Die Entscheidung fiel heute in Rom.

Die hintergründe der sperre
Zappi war am 12. Januar vom nationalen föderalen Tribunal wegen Druckausübung auf die Verantwortlichen der technischen Organe der Serie C und Serie D verurteilt worden. Er soll versucht haben, die Besetzung mit Daniele Orsato und Stefano Braschi zu beeinflussen. Diese Vorgänge wurden als unzulässig bewertet.

Was die anwälte argumentierten
Die Anwälte von Zappi präsentierten während der über einstündigen Verhandlung verschiedene Argumente und Anträge. Doch der Gerichtshof blieb bei seiner ursprünglichen Entscheidung und bestätigte die Sperre. Auch die Staatsanwaltschaft unter Giuseppe Chinè stimmte der Bestätigung des Urteils zu.

Die folgen der sperre: amtsverlust und mögliche kommissarische leitung
Die 13-monatige Sperre, ergänzt um die bereits vorher akkumulierten 10 Monate, übersteigt die in den Statuten der FIGC und der AIA festgelegte Grenze von 12 Monaten. Dies führt automatisch zur Entlassung aus dem Amt. Der Nationale Ausschuss der AIA muss nun die Entlassung dem föderalen Rat vorschlagen, der diese formal bestätigen muss. Eine kommissarische Leitung der AIA ist nicht ausgeschlossen.
Gravinas pläne für eine unabhängige schiedsrichtergesellschaft
Unabhängig von der Zukunft Zappis wird Gabriele Gravina, der Präsident der FIGC, seine Pläne für die Gründung einer unabhängigen Schiedsrichtergesellschaft vorantreiben. Ziel ist es, eine Eliteklasse von Profischiedsrichtern zu schaffen, die sich auf höchstem Niveau weiterentwickeln kann. Diese Reform soll die Qualität des Schiedsrichterwesens langfristig verbessern.
Reaktionen und weitere schritte
Die Entscheidung des Berufungsgerichtshofs löste in der italienischen Fußballwelt Bestürzung aus. Es bleibt abzuwarten, wie der föderale Rat auf den Vorschlag des Nationalen Ausschusses der AIA reagieren wird und wann die kommissarische Leitung eingesetzt wird. Die Diskussion über die Zukunft des Schiedsrichterwesens in Italien wird mit Sicherheit weitergehen.
Quelle: Gazzetta dello Sport
