Schock auf dem platz: vor 23 jahren starb foé – ein fußballtrauma!
Ein Datum, das viele Fußballfans nicht vergessen können: Der 26. Juni 2003. An diesem Tag ereignete sich eine der schrecklichsten Tragödien im Fußballgeschicht, als Marc Vivien Foé während des Confederations Cups in Lyon plötzlich zusammenbrach und kurz darauf verstarb. 23 Jahre später hallen die Erinnerungen an diesen unfassbaren Moment noch immer nach.
Die minuten des schocks und der ungläubigkeit
Die Partie zwischen Kamerun und Kolumbien, ein Halbfinale voller Spannung, wurde in diesem Augenblick still. Foé, ein Leistungsträger der kamerunischen Nationalmannschaft, brach im Mittelkreis des Stade de Gerland zusammen. Was zunächst wie ein Zusammenbruch unter der enormen Hitze – Temperaturen von fast 40 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit – wirken konnte, entpuppte sich als viel Schlimmeres. Die sofortigen Versuche der Betreuer, ihm zu helfen, blieben wirkungslos. Der Schiedsrichter Dr. Markus Merk, der das Spiel leitete, blickte entsetzt zu. „Mein erster Gedanke war: Der lebt nicht mehr!“, gab er später zu.
Die Bilder des kollabierenden Spielers, die um die Welt gingen, sind unvergesslich. 45 Minuten lang kämpften Ärzte verzweifelt um sein Leben, doch jede Hoffnung schwand im Laufe der Zeit. Die Tatsache, dass kein Defibrillator verfügbar war, wird bis heute kritisiert. Winfried Schäfer, der damalige Trainer Kameruns, fragte Foé in der Halbzeit noch nach seinem Befinden. Der Spieler hatte sich zuvor über Magenprobleme beklagt und einen Pressetermin kurzfristig abgesagt, um sich untersuchen zu lassen – ohne dass dabei jedoch etwas Auffälliges festgestellt wurde.

Eine erblich bedingte krankheit als ursache
Die Ursache für Foés Tod konnte erst durch eine zweite Autopsie geklärt werden: Eine hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), eine erblich bedingte Herzerkrankung, die das Risiko eines Herzinfarkts bei sportlicher Betätigung erheblich erhöht. Diese Diagnose wirft ein düsteres Licht auf die medizinische Vorsorge im Profifußball jener Zeit. Es folgten weitere tragische Fälle wie Miklos Feher und Antonio Puerta, die ebenfalls an genetisch bedingten Herzerkrankungen gestorben waren. Das Wissen um diese Risiken war damals noch nicht ausreichend verbreitet.
Die Partie wurde fortgesetzt, während Foé im Stadioninnenraum um sein Leben kämpfte. Kamerun gewann das Spiel gegen Kolumbien mit 1:0. Auf Wunsch von Marie-Louise Foé, der Witwe des Spielers, wurde das Finale nicht abgesagt, sondern Kamerun trat gegen Frankreich an. Thierry Henry, der damalige französische Starspieler, vergoss während des Spiels Tränen. David Clayton, ein City-Redakteur, der Foé kurz vor seinem Tod interviewt hatte, beschrieb ihn als „sympathisch, warmherzig und familienorientiert“. Seine Trikotnummer 23 wird bis heute bei Manchester City nicht mehr vergeben – eine ständige Mahnung an das tragische Schicksal des talentierten Spielers.
Die Tragödie um Marc Vivien Foé hat den Fußball nachhaltig geprägt. Sie machte auf die Bedeutung umfassender medizinischer Untersuchungen und präventiver Maßnahmen aufmerksam. 23 Jahre später bleibt der Schmerz bestehen, und die Erinnerung an diesen unfassbaren Verlust wird uns immer begleiten.
