Schlotterbeck fällt aus: rüdiger rückt für dfb-elf ins rampenlicht
Schock für die deutsche
Nationalmannschaft: Innenverteidiger Nico Schlotterbeck hat sich im WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste schwer verletzt und fällt für den Rest des Turniers aus. Eine bittere Diagnose, die Bundestrainer Julian Nagelsmann vor eine Zwangsläufigkeit stellt: Antonio Rüdiger muss nun in der Abwehrzentrale einspringen.Verletzungsmoment und ausfallzeit
Die Verletzung ereignete sich in einem Zweikampf mit Amad Diallo während der zweiten Halbzeit am Samstag. Schlotterbeck musste daraufhin pausieren. Erste Berichte von Bild und Sky deuteten auf einen Innenbandriss im linken Sprunggelenk hin, der zu einer Ausfallzeit von bis zu acht Wochen führen könnte. Der DFB hat die Diagnose offiziell noch nicht bestätigt, aber Nagelsmann räumte bereits ein, dass die Lage „auf jeden Fall nicht ganz so gut aussehen“ würde.

Rüdiger im fokus: vom aussenseiter zur stammkraft?
Für Antonio Rüdiger, der sich auf eine Rolle im Hintergrund eingestellt hatte, ergibt sich nun eine unerwartete Chance. Der ehemalige Abwehrchef von Real Madrid könnte an der Seite von Jonathan Tah in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen. Lothar Matthäus betonte bei RTL/ntv, dass Rüdiger „jederzeit in die Stammformation gehört“ und ein „Mann“ sei, der die nötige Qualität besitzt.

Personelle engpässe beim dfb
Schlotterbecks Ausfall ist bereits der dritte Verletzungsbedingte Ausfall für den Bundestrainer bei dieser Endrunde. Zuvor mussten schon Serge Gnabry und Lennart Karl aufgrund von Verletzungen absagen. Auch Stürmer Tim Kleindienst war nicht rechtzeitig fit geworden. Die Abwehrreihe des DFB steht somit vor einer echten Herausforderung.

Müller lobt rüdiger, mustafi drängt auf linksfuß
Thomas Müller wies bei MagentaTV darauf hin, dass Schlotterbeck die Qualität im Spielaufbau mit dem linken Fuß besaß, die schwer zu ersetzen sei. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass Rüdiger diese Lücke füllen kann. Shkodran Mustafi, Weltmeister von 2014, äußerte den Wunsch nach einem Linksfuß in der Abwehr, betonte aber gleichzeitig, dass Rüdiger „jahrelang auf höchstem Niveau gespielt“ habe und er sich da „ehrlicherweise keine Sorgen“ mache.
Die kommenden Tage werden zeigen, wie Nagelsmann die Abwehr umstellt und wie Rüdiger die Chance nutzen wird, sich im DFB-Team zu beweisen. Die deutsche Defensive steht nun vor einer Momentaufnahme, die über Erfolg und Misserfolg bei der WM entscheiden könnte.
