Schwimm-em: weiler und coll fehlen – gonzález und hoek im fokus!
Palma de Mallorca bebt! Die spanischen Meisterschaften im Schwimmen, die am Donnerstag beginnen, sind nicht nur ein Kampf um nationale Titel, sondern auch ein entscheidender Ausscheidungsturnier für die Europameisterschaften im August in Paris. Doch die Freude über die ambitionierten Ziele wird von einigen prominenten Absagen getrübt.

Zwei stars müssen zu hause bleiben
Carmen Weiler, die Europameдалистin, und Carles Coll, der vielversprechende Brustschwimmer, fehlen in Palma. Weiler plagt sich mit Schulterproblemen, die nach den Universitätsmeisterschaften länger als erwartet andauern. Coll hingegen kämpft mit bürokratischen Hürden – ein Visaproblem verwehrt ihm die Reise aus den USA, wo er studiert und trainiert. Die Schwierigkeiten, mit denen Coll bereits im Vorjahr zu kämpfen hatte, sind ärgerlich, doch die spanische Föderation hat damals eine Ausnahme gemacht, um ihm die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Singapur zu ermöglichen, wo er schließlich einen Achtungserfolg feierte und einen spanischen Rekord aufstellte.
„Wir haben mit Carles gesprochen, und er hat die Situation verstanden“, erklärte der Technische Direktor der spanischen Föderation, Santi Veiga. „Im Vorjahr haben wir eine Ausnahme gemacht, aber das können wir nicht jedes Jahr wiederholen.“ Die Situation zwingt Coll, seine Ambitionen auf die Weltmeisterschaften im Kurzbahnformat im Dezember in Peking zu konzentrieren, wo er seinen Titel aus Budapest 2024 verteidigen will.
Hugo González, der Finalist im 200m Rücken bei den Olympischen Spielen in Paris, steht nun im Zentrum der Aufmerksamkeit. Der 27-jährige Balearer wird in Palma versuchen, sich sowohl für die 200m Rücken als auch für die 200m Lagen zu qualifizieren, nimmt aber auch an den 100m und 200m Brust sowie den 50m und 100m Schmetterling teil. Ein weiterer Blickfang ist der 18-jährige Luca Hoek, die Sensation im spanischen Sprintbereich. Er hat bereits die erforderliche Norm für die 50m und 100m Freistil erfüllt und seine rasante Entwicklung setzt sich fort – er erreichte bei den Weltmeisterschaften in Singapur das Halbfinale über 100m Freistil. Er wird nicht nur seine bereits erfüllten Normen bestätigen wollen, sondern auch versuchen, seine eigenen spanischen Rekorde zu brechen.
Die junge Estella Tonrath, 19 Jahre alt, wird versuchen, in den Rückendisziplinen zu dominieren, steht aber vor einer harten Konkurrenz durch die kaum ältere Irene Ciércoles, die trotz ihres jungen Alters von gerade einmal 16 Jahren bereits für Furore sorgt. Ciércoles, die im April in Ungarn bereits die Norm für die Europameisterschaften erfüllt hat, wird vor allem in den 100m Freistil und 100m Rücken für Gesprächsstoff sorgen. Die Tatsache, dass ihr Fokus auf der Junioren-Europameisterschaft liegt, ändert nichts an ihrer Fähigkeit, auch gegen ältere Gegnerinnen zu bestehen.
Die Absagen von Weiler und Coll werfen einen Schatten auf die Meisterschaften, doch die jungen Talente Ciércoles und Hoek bieten neue Hoffnung und versprechen spannende Wettkämpfe in Palma. Die Frage ist, ob González seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen kann und ob Hoek seine Rekordjagd fortsetzen wird. Die nächsten Tage werden zeigen, welche neuen Stars in Spanien aufsteigen und wer sich für die Europameisterschaften in Paris qualifizieren wird. Die Vorfreude ist groß – das Schwimmen in Spanien erlebt derzeit eine junge und dynamische Renaissance.
