Schiri-report der saisonfinale: promoviert und durchgefallen in serie a

Mailand – Die 38. Spieltag hat's noch einmal gezeigt: Pfiff-Held oder Buh-Mann – mehr als drei Punkte stehen für die Unparteiischen nie auf dem Spiel. Die Gazzetta dello Sport hat trotzdem die Noten verteilt, und die sind so gnadenlos wie ein Last-Minute-Elfmeter gegen die eigene Mannschaft.

Wer glänzte – und wer ließ den var rauschen

Marco Di Bello bekam für seine Leitung von Inter–Torino ein solides 6,5. Keine Szene musste ihn schwitzen, die Linien blieben straff, und selbst die Capitani-Gehsteig-Diskussion um Handspiel verlief in ruhigen Bahnen. Kurz: Er ging als Erster aus dem Prüfungszimmer, ohne dass jemand den Stift klauen wollte.

Ganz anders Daniele Orsato in Sassuolo–Lazio. Die Rote gegen Cataldi nach VAR-Review war korrekt, doch er verlor in der 2. Halbzeit den Faden, ließ zwei brutale Einsteigen laufen und kassierte deshalb eine 5. Die Note ruinieren vor allem die fehlende Souveränität, als die Partie plötzlich kochte.

Die entscheidungen, die morgen noch in den whatsapp-gruppen kursieren

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Der Aufreger des Tages: Michael Fabbri verweigerte Cagliari in der 89. Minute einen klaren Elfmeter nach Handspiel von Djidji. Der VAR schwieg, Fabbri blieb stur – die Gazetta verpasst ihm eine 4,5. Eine Note, die im Zeugnis sofort die Eltern unterschreiben müssten.

Maurizio Mariani durfte den Showdown Roma–Genoa pfeifen. Die Partie war emotional, die Karten knallten früh. Seine Linie: konsequent, aber nicht kleinlich. Die 6 reflektiert vor allem die Ruhe, mit der er den Sturm um Mourinho-Provokationen abschirmte. Kein leichtes Kunststück, wenn die Kurve jeden Ballschlag kommentiert.

Die saison-bilanz der pfeifen-profis

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Wer die Tabelle umdreht, findet am Ende dieselben Namen wie vorne – nur mit rotem Stift. Orsato und Fabbri müssen im Sommercamp nachlegen, während Di Bello und Mariani bereits Tickets für die internationalen Top-Spiele im September sichern dürften. Denn Promovierte bekommen Champions-League-Flüge, Durchgefallene sitzen auf der Tribüne – und das hat in Italiens Fußball einen Namen: zona VAR.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 36 Schiedsrichter standen in dieser Serie-A-Saison auf dem Rasen, nur sieben erhielten auf allen 38 Spieltagen eine Durchschnittsnote besser als 6,25. Die Liga der Unparteiischen ist so elitär wie nie – und so gnadenlos wie ein Abstiegs-K.o.

Der letzte Pfiff ist verklungen, die Noten sind vergeben. Für die Schiris beginnt jetzt die wirkliche Prüfung: die Sommerpause, in der jeder Fehler im Fernsehen endlos wiederholt wird. Die Spieler dürfen in den Urlaub fliegen, die Unparteiischen fliegen nur, wenn sie sauber gepfiffen haben. Die Lektion ist simpel: In der Serie A zählt nicht nur das Ergebnis – sondern auch, wer es zulässt.