Scheffler patzt: fitzpatrick krallt sich den sieg in hilton head!
Scottie Scheffler, der unangefochtene Weltranglisten-Erste, musste im RBC Heritage eine bittere Pille schlucken. Im Duell mit Matt Fitzpatrick am heutigen Sonntagnachmittag in Hilton Head verlor er nach einem verpatzten zweiten Schlag auf der 18. Bahn den entscheidenden Vorteil. Ein verunglückter Chip, der weit am Green vorbeilande, besiegelte seine Niederlage – ein seltenes Ausrutscher für den Dominator des Golfsports.

Fitzpatrick triumphiert: ein triumph der routine und des wissens
Matt Fitzpatrick revanchierte sich für einen Bogey auf der letzten regulären Bahn und zeigte im anschließenden Stechen eine beeindruckende Nervenstärke. Mit einem präzisen Eisen 4 aus 188 Metern sorgte er für den entscheidenden Schlag und sicherte sich den zweiten Sieg auf der PGA Tour in diesem Jahr, nachdem er bereits im Februar das Valspar Championship für sich entscheiden konnte. Nur Chris Gotterup konnte in dieser Saison bisher diese Erfolgsbilanz nachahmen.
Die Partie war von einer insgesamt anspruchsvollen Spielbahn geprägt. Der Harbour Town Golf Links, bekannt für seinen markanten Leuchtturm, forderte beide Spieler heraus. Fitzpatrick, der als Spezialist für das Spiel um das Grün gilt, musste sich zwar auch einem unerwarteten Bogey geschuldet einem unpräzisen Annäherungsversuch beugen. Doch er ließ sich nicht entmutigen. Scheffler hingegen startete drei Schläge zurückliegend und schien das Spiel lange im Griff zu haben, bevor er mit zwei Birdies in schnellem Takt Druck ausübte und von Fitzpatricks Fehler profitierte.
Die Verbindung zu Hilton Head ist für Fitzpatrick von besonderer Bedeutung: Als Kind verbrachte seine Familie dort die Ferien. Seit 2016 trägt er aus diesem Grund einen Headcover mit Streifen in Bonbon-Farben, die an den Leuchtturm von Calbogue Sound erinnern. Dieser persönliche Bezug schien ihm zusätzlichen Auftrieb zu geben.
Scheffler hingegen präsentiert weiterhin eine schlichtweg unglaubliche Bilanz. Zweiter Platz im Masters, nun erneut Zweiter im RBC Heritage. Betrachtet man die letzten 51 Turniere, die er bestritten hat – inklusive der Olympischen Spiele in Paris – so fällt auf, dass er 16 Mal gewonnen, fünf Mal Zweiter und sogar acht Mal Dritter wurde. Mehr als die Hälfte aller Auftritte endeten für ihn auf dem Podium. Ein bemerkenswertes Zeichen seiner Konstanz und seines Könnens.
