Scharfe schweizer packen acht bundesliga-profis gegen den weltmeister
Murat Yakin rollt den Teppich für den Viermaligen aus – und schickt acht deutsche Legionäre auf die Platte. Am 27. März empfangen die Nati im ausverkauften St. Jakob-Park die deutsche Fußball-Maschine, vier Tage später geht’s in Oslo weiter. Kein Neuling im 26er-Kader, dafür Granit Xhaka als Zugpferd – und ein versteckter Seitenhieb auf den DFB.
Deutsche liga liefert komplett-defensive
Gregor Kobel (Dortmund), Aurèle Amenda (Frankfurt), Nico Elvedi (Gladbach), Luca Jaquez (Stuttgart), Miro Muheim (Hamburg), Silvan Widmer (Mainz) – sechs Bundesliga-Stars, die Yakin hinten wie vorne verändern können. Dazu Johan Manzambi (Freiburg) und Fabian Rieder (Augsburg) als Turbo von der Bank. Die Botschaft: Wir kennen Eure Liga besser als Ihr Euch selbst.
Xhaka, längst keine Unbekannte mehr im Stadion von Sunderland, führt die Truppe an. Seine Sprunggelenk-Entzündung? „Granit ist ein Kämpfer. Er weiß, wann er Gas geben muss“, sagt Yakin knapp. Kurz, präzise – so wie seine Taktik.

Politik bleibt draußen, sicherheit nicht
Die Weltlage nagt auch an der Nati. Yakin weigert sich, sich zum Konflikt zu äußern, verweist auf die Trennung von Sport und Politik. Adrian Arnold, Mediensprecher, schiebt nach: „Politisch antwortet der Verband, sportlich die Elf.“ 2022 in Katar ging das auf, 2026 soll es wieder so laufen. Die UEFA erhöht die Sicherheitsvorkehrungen in Basel und Oslo, die Spieler konzentrieren sich auf Ball statt Ballotage.
Die Schweiz hat seit 14 Heimspielen nicht mehr gegen Deutschland verloren – ein Statistik-Schnipsel, der in Yakin’s Büro an der Wand klebt. Am 27. März will er ihn auf 15 hochrechnen. Die deutsche Mannschaft wird gewarnt sein: In Basel gibt’s kein Freundschaftsspiel, nur ein Machtwort.
