Schalke vor dem bundesliga-comeback: drei gegner zerbrechen am rückrunden-fluch

50 Punkte, plus 14 Tore, neun Finals – und trotzdem zittert ganz Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 hat die Meisterschaft dieser 2. Bundesliga nicht mehr in eigener Hand, weil das Restprogramm wie ein Blick in einen Folterkatalog liest: drei der vier letzten Auswärtsauftritte sind bei Aufstiegs-Konkurrenten, zwei davon in deren Höllen, in Elversberg und Paderborn.

Der sv elversberg ist kein geheimtipp mehr

Was der Tabellendritte aus der Saarland-Pampa ausrichten kann, haben die Großen am 26. Spieltag gelernt: 4:1 in Fürth, 3:0 in Kiel, 2:1 gegen Hannover. Die 48 Punkte kommen nicht aus dem Nichts, sie kommen aus einem Pressing, das keinen Ball und keinen Namen ehrt. Für Schalke ist das Rückspiel am 32. Spieltag kein Auswärtsspiel – es ist eine Zerreißprobe gegen eine Mannschaft, die seit 13 Heimspielen ungeschlagen ist.

Darmstadt und paderborn warten auf den fehlstart

Darmstadt und paderborn warten auf den fehlstart

Die Lilien (48 Zähler) und der SCP (47) haben dieselbe Ausgangslage wie Schalke, aber ein anderes Momentum. Darmstadt kassierte in den letzten fünf Partien zwei Gegentore – keine andere Defensive war so stabil. Paderborn wiederum schoss 15 Tore in den letzten vier Heimspielen, unter anderem ein 5:0 gegen Kaiserslautern. Wer hier punktet, zieht vorbei, weil die Tordifferenz bei Gleichstand plötzlich die Devise lautet: erst Tore schießen, dann rechnen.

Die relegations-falle droht im mittelfeld

Die relegations-falle droht im mittelfeld

Wer denkt, dass Hannover (45) oder Hertha (40) noch sicher durchguckt, unterschätzt die Kraft der unteren Tabellenhälfte. Der VfL Bochum (32) ist zwar Tabellen-17., hat aber mit dem besten Torverhältnis der Abstiegszone (+3) das letzte Aufbäumen in Reichweite. Drei Siege und alles ist offen – und genau das macht die 2. Bundesliga so gefährlich: Kein Gegner ist klein, wenn er plötzlich doch zittert.

Für Schalke reicht rechnerisch schon ein Punkt Schnitt von 2,0 zum Aufstieg. Realistisch braucht es sechs Siege aus neun Spielen, weil Elversberg und Darmstadt ihre Heimspiele kaum noch verlieren. Die letzten neun Spieltage sind kein Sprint mehr, sondern ein Boxkampf in neun Runden. Wer nach der 34. Spieltag noch auf den Beinen ist, steht 2026 im Oberhaus – und wer liegt, der bleibt liegen. Die Saison ist längst nicht mehr die Frage, ob Schalke aufsteigt. Die Frage ist: Wer springt vorher noch in die Büsche?