Sc magdeburg kämpft sich gegen erlangen zum sieg
Ein hart erkämpfter Sieg für den SC Magdeburg: Gegen den HC Erlangen setzte sich der Spitzenreiter mit 35:31 durch. Doch Coach Bennet Wiegert sieht noch Luft nach oben – und mahnt zur Vorsicht im Kampf um die Meisterschaft.

Bundesliga-gipfel erfordert höchste konzentration
Drei Spiele stehen noch zur Verfügung, drei Hürden müssen genommen werden, um die vierte deutsche Meisterschaft nach der Wende für den SCM perfekt zu machen. Das Spiel gegen Erlangen war alles andere als ein Selbstläufer. Die Gäste zeigten sich widerstandsfähig und hielten lange Zeit mit, angetrieben von einem glänzend aufgelegten Yannik Bialowas im Tor. „Die Handball-Bundesliga ist ein verdammt harter Kampf, nichts geht von alleine“, betonte Wiegert nach der Partie im MDR-Interview. Die sieben Punkte Vorsprung auf Verfolger Flensburg sind zwar komfortabel, aber der Trainer weiß: Nachlässigkeit wird in der Liga gnadenlos bestraft.
Die erste Halbzeit verlief für Magdeburg denkbar ungünstig. Die Abwehr fand kaum Zugriff auf die Angreifer von Erlangen, und im Angriff fehlte die nötige Präzision. Herceg hielt mit zahlreichen Paraden das Spiel offen, während der SCM ungewöhnlich viele einfache Bälle vergab. „In der ersten Halbzeit waren die Torhüter-Paraden der Unterschied“, analysierte Wiegert.
Nach der Pause schaltete Magdeburg jedoch eine Schar höher. Der eingewechselte Matej Mandic hielt die Erlanger Angriffsbemühungen deutlich besser, und im Gegenangriff zeigte der SCM nun seine spielerische Klasse. Ein 5:0-Lauf brachte dem Team von Bennet Wiegert eine komfortable Führung ein. Doch auch in der Endphase ließ der SCM die Spannung nicht richtig aufkommen. „Mir hat die Killermentalität gefehlt. Ein 29:30 hätte nicht nochmal sein müssen“, kritisierte Wiegert die fehlende Konsequenz seiner Mannschaft.
Die Leistung von Omar Ingi Magnusson, der mit 14 Toren, davon acht vom Siebenmeterpunkt, den Sieg maßgeblich besiegelte, war jedoch herausragend. Er zeigte einmal mehr, dass er in entscheidenden Momenten zur Stelle ist und seine Mannschaft voranbringt. Der Blick gilt nun dem Pokalwochenende in Köln. Dort müssen die Magdeburger ihre Konzentration und ihr Engagement wieder einmal hochnehmen, um auch dort erfolgreich zu sein. Denn der Weg zur Meisterschaft ist noch lang und steinig, und im Handball-Geschäft ist alles möglich.
