Sc bern ohne offensiv-trio: füllemann zurück, doch ambri wartet
Die SCL Tigers haben sich in den Play-ins bereits verabschiedet, bei den Bernern läuft die Maschine auf Sparflamme. Drei Top-Stürmer fallen aus, das Spiel gegen Ambri rückt in den Schatten der Vorbereitung auf das echte Geschäft.
Victor ejdsell, tristan scherwey und miro aaltonen fehlen krank
Das Matchblatt liest sich wie ein Besuch beim Hausarzt. Ejdsell, Scherwey, Aaltonen – allesamt mit „krank“ vermerzt. Die gute Nachricht: Die Play-ins beginnen in zehn Tagen, da sollten sie wieder laufen. Die schlechte: Gegen Ambri-Piotta fehlt ihnen die Durchschlagskraft, die in der heimischen Arena sonst für Lärm sorgt.
Trainer Hans Kossmann muss nun umbauen. Er kann auf Louis Füllemann zurückgreifen – der 21-Jährige war seit dem 24. Januar gegen Lausanne außer Gefecht, stand gestern erstmals wieder auf dem Eis. Die Schulter scheint zu halten, doch Frische allein reicht nicht, wenn drei von vier Top-Scorer fehlen.

Die tabellen-mathematik ist dennoch simpel
Bern kann maximal noch auf Platz vier klettern oder auf sieben rutschen. Mehr nicht. Die Motivation kommt daher nicht vom Punkte-Konto, sondern vom Stolz. Keiner will mit einer Niederlage in die Länderspielpause gehen, schon gar nicht gegen den Nachbarn aus dem Wallis.
Die Fans werden trotzdem kommen. 16 000 werden erwartet, die Dauerkarten-Inhaber haben ihre Plätze längst blockiert. Sie wollen sehen, ob Leonardo Genoni die Lücke vorne mit Paraden zu stopfen versucht oder ob die jungen Wilden aus dem Nachwuchs höhere Visitenkarten abliefern.
Am Ende zählt nur eins: Wer heute besteht, sammelt Selbstvertrauen für die Serie Anfang März. Die Play-ins sind kein Sprint mehr, sondern ein Viertel-Marathon. Und Bern muss ohne seine besten Läufer starten – ein Test für die Tiefe des Kaders, der verrät, wie weit der Titeltraum wirklich tragen kann.
