Sawe stürmt zum marathon-triumph – nike schlägt zurück!
Ein Schock für die Laufwelt: Der Kenianer Sabastian Sawe hat bei den Londoner Marathon einen neuen Weltrekord aufgestellt und damit Adidas, dem Ausrüster des bisherigen Rekordhalters, eine bittere Niederlage beschert. Nikes Reaktion? Ein lakonisches „Well Done“ auf Instagram – und ein strategisch geniales Statement.

Die rivalität zwischen nike und adidas spitzt sich zu
Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer: Sawe durchbricht die Zwei-Stunden-Marke! Doch während Sportfans und Experten in Ekstase geraten, schwelgt Nike in subtiler Genugtuung. Der Post auf Instagram, verbunden mit einem Zitat ihres ehemaligen Superstars Eliud Kipchoge, ist mehr als nur eine Gratulation – es ist eine klare Kampfansage.
Kipchoge, dessen Karriere nach dem Marathon von New York abrupt endete, fasst es treffend zusammen: „Wir stehen erst am Anfang dessen, was möglich ist, wenn Talent, Fortschritt und ein unerschütterlicher Glaube an das menschliche Potenzial zusammenfinden.“ Eine Botschaft, die weit über den aktuellen Rekord hinausweist.
Doch der Clou ist das Begleitbild: Ein Foto mit dem prägnanten Slogan „Die Uhr wurde zurückgedreht. Es gibt keine Ziellinie.“ Ein klares Signal, dass Nike nicht bereit ist, die Führung in der Marathon-Dominanz abzugeben. Der Wettbewerb mit Adidas, der bereits seit Jahren im Verborgenen brodelt, wird nun offenkundig.
Bemerkenswert ist, dass der Zweitplatzierte in London, der Äthiopier Yomif Kejelcha – ebenfalls unter der Zwei-Stunden-Marke – ebenfalls von Adidas ausgestattet ist. Tatsächlich waren bei den Top Fünf nur Jacob Kiplimo aus Uganda als Nike-Athlet vertreten. Nike investierte über ein Jahrzehnt in das Projekt „Breaking2“ mit Kipchoge, um die Zwei-Stunden-Marke zu knacken, allerdings in nicht-offiziellen Wettbewerben, die nicht den Vorgaben der World Athletics entsprachen. Kipchoge verpasste sein erstes Anlaufstellen in Monza um lediglich 26 Sekunden, bevor er 2019 im Wiener Prater schließlich den historischen Triumph errang.
Dieser Erfolg wirkt nun jedoch fast schon verblasst angesichts der Leistung Sawe. Die bisherige Bestmarke ist Geschichte, und die Frage ist, wie lange Adidas mit dieser neuen Realität leben kann. Und wie Nike seine Strategie anpassen wird, um den Kampf um die Vorherrschaft im Marathon fortzusetzen. Die Antwort wird uns allen am kommenden Wochenende offenbart werden.
