Sawe nach berlin? marathon-boss träumt von weltrekord-rückkehr

Berlin hält den Atem an: Kann der neue Marathon-König Sebastian Sawe nach seiner Sensation in London auch in der Hauptstadt für Furore sorgen? Mark Milde, Race-Direktor des Berlin Marathons, äußert öffentlich seinen Wunsch nach einer Verpflichtung des Kenianers für das Rennen am 27. September – und deutet an, dass die Verhandlungen bereits laufen.

Die londoner sensation hallt nach

Sawe katapultierte sich mit seiner historischen Zeit von 1:59:30 Stunden in die Marathon-Geschichte ein und unterbot damit die magische Zwei-Stunden-Marke. Ein Erfolg, der die gesamte Laufwelt in Aufruhr versetzt hat. Milde weiß, dass die Verpflichtung des Athleten eine enorme Herausforderung darstellt: „Es wird nicht einfach, aber wir sind im Austausch. Seine Antrittsgage wird sich vermutlich verdreifachen, das ist klar.“

Der Kenianer gewann das letztjährige Berliner Rennen bereits in einer beeindruckenden Zeit von 2:02:16 Stunden. „Sabastian trägt Berlin seit vergangenem Jahr im Herzen“, so Milde. „Er weiß, dass bei uns schnelle Zeiten möglich sind. Unsere Strecke ist dafür bekannt, Weltrekorde zu ermöglichen – insgesamt 13 wurden hier bereits aufgestellt, mehr als bei jedem anderen Marathon weltweit.“

Ein kleiner stich für berlin

Ein kleiner stich für berlin

Doch der Weltrekord unter 2 Stunden fiel eben nicht in Berlin, sondern in London. Ein Fakt, der Milde sichtlich ein Dorn im Auge ist. „Ich habe den Kollegen in London einen Weltrekord gewünscht, aber nicht die erste reguläre Zeit unter zwei Stunden. Das hätte ich mir für Berlin gewünscht“, gesteht er offen. „Leider hatten wir im Vorjahr etwas Pech mit dem Wetter, sonst wäre die Schallmauer vielleicht schon bei uns gefallen.“

Die Verhandlungen mit Sawe werden voraussichtlich bis Juli abgeschlossen sein. Die Fans dürfen gespannt sein, ob der Berliner Marathon erneut zum Schauplatz eines historischen Ereignisses wird und ob Sebastian Sawe seine unglaubliche Form auch auf die Hauptstadt übertragen kann. Denn eines ist klar: Ein erneuter Auftritt des Weltrekordlers würde die Attraktivität des Berliner Marathons ins Unermessliche steigern und die Stadt in einen wahren Running-Hype stürzen.