Satriano-traumtor versenkt real madrid – zweite pleite in folge
Es war ein Montagabend, der in Madrid noch lange nachwirken wird. Real Madrid verlor zu Hause gegen den Außenseiter Getafe CF mit 0:1 – und das Einzige, was an diesem Abend wirklich königlich war, kam ausgerechnet vom Gegner: ein Volley aus dem Nichts, unhaltbar, gnadenlos präzise.
Satriano trifft, courtois hat keine chance
Der Uruguayer Martin Satriano sorgte bereits in der ersten Halbzeit für die Vorentscheidung. Antonio Rüdiger klärte eine Hereingabe nur halb, der Ball sprang knapp außerhalb des Strafraums direkt zu Satriano – der nahm ihn volley aus der Luft und jagte ihn ins rechte obere Eck. Thibault Courtois war machtlos. Getafe hatte mit dem ersten echten Torschuss getroffen. So einfach. So brutal.

Vinicius, güler, rüdiger – alle scheitern am starken soria
Real versuchte zu antworten, doch David Soria im Getafe-Tor spielte den Abend seines Lebens. Vinicius Junior scheiterte im Eins-gegen-Eins, Arda Güler mit einem wuchtigen Schuss nach Roulette à la Zidane, Rüdiger selbst per Kopf aus kurzer Distanz in der 75. Minute – alles vergeblich. Der Innenverteidiger, der sich im Saisondrittel für Deutschlands WM-Startelf empfehlen will, blieb an diesem Abend so blass wie das Ergebnis.
Trainer Alvaro Arbeloa reagierte nach der Pause mit einem Dreifachwechsel: David Alaba musste raus, Rodrygo, Dean Huijsen und Dani Carvajal kamen. Die Statik des Spiels? Blieb dieselbe. Ohne den am Knie verletzten Kylian Mbappé fehlte Real schlicht die Idee, wie man ein tief stehendes, gut organisiertes Getafe knackt.

Rote karte, gelb-rot – das ende als spiegelbild der nacht
Die Schlussphase lieferte noch einmal alles, was dieses Spiel ausmachte: Frust, Hitze, Chaos. Franco Mastantuono, der eingewechselt immerhin noch für Bewegung gesorgt hatte, flog in der 90.+5. Minute mit glatt Rot vom Platz, nachdem er dem Schiedsrichter mit der Hand vor dem Mund die Meinung sagte. Getafes Adrian Liso folgte zwei Minuten später mit Gelb-Rot. Beide Teams beendeten das Spiel zu zehnt – ein würdiges Finale für einen Abend voller Nerven und null Tore für den Favoriten.
Der Rückstand von Real Madrid auf Spitzenreiter FC Barcelona wächst damit auf vier Punkte an. Die Katalanen hatten Villarreal zuvor mit 4:1 abgefertigt, Lamine Yamal mit einem Dreierpack als Galionsfigur. Real hingegen kassiert nach dem 1:2 bei Osasuna die zweite Ligapleite in Folge – und muss nun bereits am Freitag bei Celta Vigo zeigen, ob in dieser Saison noch etwas zu holen ist. Die Antwort ist dringend fällig.
