Schock in london: tischtennis-männer verpassen medaille!

Ein bitteres Ende für die deutschen Tischtennis-Herren bei der Weltmeisterschaft in London: Im Viertelfinale gegen Japan war Endstation. Die Hoffnungen auf eine Medaille sind damit geplatzt – und das deutlich.

Die erwartungen waren hoch, die realität enttäuschend

Die erwartungen waren hoch, die realität enttäuschend

Nachdem Deutschland bei den letzten drei großen Turnieren – Busan 2024, Paris 2024 und nun London 2026 – ohne Medaille blieb, lastete ein enormer Druck auf der Mannschaft von Bundestrainer Jörg Roßkopf. Doch die japanische Auswahl um den jungen Superstar Tomokazu Harimoto präsentierte sich in Topform und ließ den Deutschen kaum eine Chance. Das 1:3 im Viertelfinale ist eine deutliche Ansage.

Benedikt Duda, als Nummer 1 der deutschen Mannschaft ins Turnier gestartet, hatte gegen Harimoto keine Antwort auf das aggressive Spiel des Japaners. Mit 4:11, 4:11 und 6:11 verlor er die Partie glatt. Auch Dang Qiu, der gegen Sora Matsushima einen vielversprechenden Start hinlegte, scheiterte am Ende mit 1:3. Patrick Franziska konnte durch seinen 3:1-Sieg gegen Shunsuke Togami zwar kurzzeitig Spannung wecken, doch Qiu vergab im entscheidenden Vierer-Spiel gegen Harimoto mehrere Satzbälle und verpasste die Wende.

Die Niederlage wirft Fragen auf: Was ist der Grund für die anhaltende Durststrecke der deutschen Tischtennis-Männer? Liegt es an mangelnder Konstanz, an taktischen Fehlern oder an der schieren Überlegenheit der internationalen Konkurrenz? Die Antwort auf diese Fragen wird die Verantwortlichen des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) in den kommenden Wochen beschäftigen müssen.

Die deutschen Frauen haben indes das Viertelfinale erreicht und können so für einen kleinen Trost sorgen. Doch das Ergebnis unterstreicht: Im Tischtennis ist Deutschland nicht mehr die unangefochtene Nummer eins.

Die WM in London ist für die deutschen Männer damit eine bittere Enttäuschung. Der Traum von der Medaille ist geplatzt, und die Suche nach einer neuen Strategie zur Rückkehr an die Weltspitze beginnt von Neuem.