Sarri bautzt lazio neu: verteidiger rückt ins mittelfeld, romagnoli droht aus

Maurizio Sarri muss beim Spiel gegen den AC Mailand schon wieder umstellen – und diesmal rückt ein Abwehrspieler ins Zentrum. Denn mit Cataldi (Wadenprobleme) fällt der zweite Sechser aus, Romagnoli bangt wegen eines hartnäckigen Hämatoms. Die Lösung: Patric rückt von der Innenverteidigung in die Rolle des tiefen Playmakers.

Provstgaard rutscht neben gila – maldini trifft auf seine familien-saga

Provstgaard rutscht neben gila – maldini trifft auf seine familien-saga

Die Kettenreaktion beginnt in der Kabine: Ohne Romagnioli bildet der dänische Neuzugang Provstgaard die Doppel-Sechs mit Gila. Sarri probierte intern schon Taylor und Belahyane, doch Patric bekam gegen Sassuolo in der zweiten Halbzeit direkt den Zuschlag. Seine Passquote (91 % in dieser Saison) macht ihn zur Notlösung mit System.

Derweil feiert Daniel Maldini seine fünfte Partie gegen die Rossoneri – und die erste als Mittelstürmer. „Mit meiner Spielweise kann er außen nicht wirken“, sagte Sarri nach dem Training. Die Umbaumaßnahme bringt den 22-Jährigen in den Strafraum, wo er schon Montag gegen Sassuolo seinen ersten Treffer für Lazio erzielte. Im Olimpico mit 50 000 Zuschauern wird die Familiengeschichte zum Krimi: Großvater Cesare, Vater Paolo – und nun Enkel Daniel im gegnerischen Dress.

Basic? Fehlt ebenfalls. Die Entzündung der Patellasehne pocht trotz guter MRT-Bilder weiter. Sarri kann nur hoffen, dass die Länderspielpause die verletzten Knochen und Sehnen beruhigt. Bis dahin bleibt die kuriose Bildung: vier Abwehrspieler in der Startformation – einer davon als Regisseur.