Sané: nagelsmann verteidigt offensivmann nach leistungsschwankung
Dortmund – Julian Nagelsmann hat Leroy Sané nach dessen Leistung im WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste öffentlich verteidigt. Nach der Auswechslung des Flügelstürmers im zweiten Gruppenspiel gab der Bundestrainer Entwarnung und betonte, Sanés Einsatz sei kein Zeichen von Unmut gewesen.
Die rasenbedingungen als hemmschuh
Das Spiel gegen die Elfenbeinküste verlief für Sané, wie bereits in vorherigen Partien, nicht optimal. Nagelsmann führte die Schwierigkeiten des Angreifers jedoch nicht auf seine eigene Leistung zurück, sondern verwies auf die schwierigen Platzverhältnisse. „Man muss immer den Spielertypen in Verbindung mit dem Rasen sehen“, erklärte der Bundestrainer. Ein aggressives Eins-gegen-eins-Spiel sei auf dem trockenen Untergrund schlichtweg erschwert. Die Bedingungen wirkten sich demnach auf die gesamte Offensive aus.
Trotzdem lobte Nagelsmann Sanés Defensivarbeit. „Defensiv war Leroy sehr fleißig“, so der Bundestrainer. Die Einwechslung von Jamie Leweling in der zweiten Halbzeit sei lediglich dazu gedient, „Power reinzubringen“, und habe keinen Bezug zu Sanés Leistung gehabt. Er betonte, Sané bringe die Dinge ein, die ihm manchmal abgesprochen würden, und unterstütze Joshua Kimmich exzellent.

Kimmich schliesst sich der verteidigung an
Auch Kapitän Joshua Kimmich sprang für Sané ein. Er räumte ein, dass er selbst im Gegenzor während des Spiels Sané übersehen und die Grundlinie nicht zugemacht habe. „Leroy war da“, sagte Kimmich. Die Kritik an Sané, die seit Jahren immer wieder aufkocht, scheint sich somit zumindest innerhalb des Teams nicht zu manifestieren.
Das Ergebnis: Während die Fans weiterhin gespannt auf Sanés Leistungen blicken, scheint der Bundestrainer und das Team ihm weiterhin ihr Vertrauen auszusprechen. Ob Sané diese Unterstützung in Tore umwandeln kann, wird sich in den kommenden Spielen zeigen. Die Elfenbeinküste war jedenfalls nur ein erster Test unter schwierigen Bedingungen.
