Sandplatz-saison beginnt: alcaraz' sandkasten-dominanz?

Von Monte Carlo bis Meppen – die rote Ackerfläche lockt wieder Tennis-Enthusiasten an. Nach den Masters-Turnieren in Indian Wells und Miami heißt es nun: Auf Sand, Asche und Ziegelmehl wird die neue Saison eingeläutet. Carlos Alcaraz, der amtierende French Open-Champion, ist natürlich einer der großen Favoriten, doch die Konkurrenz schläft nicht. Und anderthalb Millionen Freizeitspieler in Deutschland warten gespannt auf ihre Chance, das Oval in Rot zu erobern.

Die geschichte hinter dem „sandplatz“: mehr ziegel als sand

Der Begriff ist irreführend, das wissen eingefleischte Tennis-Fans: Auf echter Asche wird schon seit Jahrzehnten nicht mehr gespielt. Der moderne Sandplatz ist eine Konstruktion aus fein gemahlenen Ziegelsteinen – dem sogenannten Ziegelmehl. Warum dieser umgangssprachliche Begriff „Aschenplatz“ so hartnäckig im deutschen Sprachgebrauch verhaftet ist, liegt vermutlich an der Fußball-Tradition, wo er noch immer präsent ist.

Physik am platz: warum nadal auf sand so überragend war

Physik am platz: warum nadal auf sand so überragend war

Hartplatz bedeutet schnelle, flache Bälle, die auf den Spieler zurasen. Auf Sand hingegen wird der Ball durch die Oberfläche gebremst, was zu höheren Absprüngen und längeren Ballwechseln führt. Dieser Effekt begünstigte das Spielstil von Rafael Nadal, dessen extremes Topspin-Spiel auf dem roten Untergrund eine absolute Waffe war. Seine 14 French Open Titel sprechen für sich.

Die stars der stunde: alcaraz

Die stars der stunde: alcaraz' herausforderer und swiateks formtief

Neben Carlos Alcaraz, der sich zuletzt in Miami etwas schlapp anfühlte, buhlt auch Casper Ruud um den Titel. Bei den Damen hingegen steht ein Fragezeichen hinter Iga Swiatek, die in der letzten Saison kein einziges Sandplatzturnier gewinnen konnte. Ihr neuer Trainer Francisco Roig, einst Mentor von Rafael Nadal, soll sie wieder in die Spur bringen. Das Turnier in Monte Carlo, das traditionell am 8. Mai beginnt, verspricht spannende Duelle und neue Überraschungen.

Monte carlo: ein klassiker mit besonderheiten

Monte carlo: ein klassiker mit besonderheiten

Das Masters in Monte Carlo ist nicht nur prestigeträchtig, sondern auch eines der ältesten Tennisturniere der Welt. Seit 1897 wird hier gespielt – auf einem Platz mit besonders feinem und leicht feuchtem Ziegelmehl, der im Vergleich zu anderen Sandplätzen langsamer ist. Dies macht ihn zu einem wahren Sandkasten für die Spieler, eine Herausforderung, die es zu meistern gilt. Die Atmosphäre ist einzigartig – eine Mischung aus Glamour, Tradition und sportlicher Leidenschaft.