Salzburg unter druck: trotz tabellenführung wackelt letschs position
Salzburg unter druck: trotz tabellenführung wackelt letschs position
Salzburg steht trotz der Tabellenführung in der österreichischen Bundesliga unter wachsendem Druck. Nach einem schwachen Frühjahrsstart mit einem 0:2 gegen die Austria Wien und einem 1:1 beim GAK gerät Trainer Thomas Letsch zunehmend in die Kritik. Auch der Wolfsberger AC unter Ismail Atalan präsentiert sich in einer enttäuschenden Form.
Frühjahrsstart mit fehltritten
Die Ergebnisse der 19. Runde zeigten deutliche Schwächen bei den Salzburgern. Obwohl die Konkurrenz ebenfalls nicht überzeugte, stehen sie punktgleich mit dem LASK an der Spitze der Tabelle. Thomas Letsch betont, dass der Druck bei einem Verein, der ausschließlich auf Titel aus ist, immer vorhanden sei, wenn man nicht dominant in der Liga auftritt.

Interner gegenwind für letsch erwartet
Der neue Sport-Geschäftsführer, Marcus Mann, hatte bereits vor dem Spiel gegen den GAK angedeutet, dass Ergebnisse erwartet werden. Die bisherige Ausbeute von 33 Punkten wird im Vergleich zu früheren Salzburger Standards als durchwachsen bewertet. Letsch verteidigt sich mit dem Hinweis, dass Vergleiche mit der Saison 2021 nicht sinnvoll seien, da man sich im Hier und Jetzt befinde.

Verwunderliche leistung und analysebedarf
Letsch zeigte sich „verwundert“ über die Leistung seiner Mannschaft. Er kündigte eine detaillierte Analyse an, da die Art und Weise, wie das Team in die Spiele ging, für ihn überraschend war. Gegen die Austria sei das Team „etwas behäbig“ gewesen und habe die Anfangsphase „verschlafen“. Ein kurioses Eigentor von Tim Drexler trug zusätzlich zur Enttäuschung bei.

Eigentor und fehlender torabschluss
Drexlers Eigentor, ein unglücklicher Schuss aus spitzem Winkel, wurde vom Trainer relativiert. Der Fokus liege aber auch in der Offensive, wo der letzte Torabschluss fehle. Kerim Alajbegovic bestätigte, dass die Mannschaft zwar dominant war, aber die Entschlossenheit zum Toreschießen fehlte. Das Spiel sei weder das schlechteste, noch das beste gewesen.

Gak-trainer feldhofer zufrieden
Der Grazer AK zeigte eine verbesserte Leistung und konnte mit dem Remis leben, auch wenn der Abstand zum Tabellenletzten Blau-Weiß Linz auf drei Punkte schrumpfte. Trainer Ferdinand Feldhofer zeigte sich optimistisch und betonte, dass seine Truppe einen „Schritt in die richtige Richtung“ gemacht habe. Sie seien im Vergleich zum Herbst bereits weiterentwickelt.

Wac in der krise
Beim Wolfsberger AC herrscht hingegen große Unzufriedenheit. Nach Peter Pacult konnte auch Ismail Atalan die Situation nicht stabilisieren. In sieben Pflichtspielen gab es fünf Niederlagen. Atalan forderte eine veränderte Einstellung und mehr Einsatz von den Spielern. Abwehrchef Dominik Baumgartner vermutete, dass die Krise Kopfsache sei.

Nächste chance für den wac
Der WAC hat die nächste Chance auf Punkte im Krisenduell gegen Rapid Wien. Beide Teams liegen drei Runden vor Schluss außerhalb der Top-Sechs. Atalan appellierte an Kampf und harte Arbeit, um gemeinsam aus der Krise herauszukommen. Die Linzer hingegen tankten im Kampf um den Ligaverbleib Selbstvertrauen und feierten ihren ersten Sieg unter Trainer Michael Köllner.
| Spieltag 19 - Ergebnisse | ||
|---|---|---|
| Grazer AK | 1 : 1 | RB Salzburg |
| Blau-Weiß Linz | 2 : 1 | Wolfsberger AC |
