Sainz kämpft in miami: hoffnungsschimmer trotz enttäuschtem qualifying

Carlos Sainz zeigte sich nach dem Qualifying in Miami frustriert, räumte aber ein, dass Williams deutliche Fortschritte gemacht hat. Der Spanier verpasste knapp die Top 10, blickt aber optimistisch auf das Rennen – besonders angesichts der drohenden Regenschauer.

Nur eine zehntel trennte sainz von der pole-position

Nur eine zehntel trennte sainz von der pole-position

Der Madrileße äußerte seinen Unmut über die verpasste Chance: “Es fehlten nur noch eine Zehntel, um ins Q3 zu kommen. In den letzten Rennen waren es oft sechs oder sieben Zehntel, daher ist das ein klarer Fortschritt.” Der Abstand zu Alpine, der als Zwischenziel gilt, betrug zwar noch eine halbe Sekunde, doch Sainz betonte, dass er sich zumindest im Mittelfeld behaupten könne. “Wir können mit Haas und Visa RB mithalten, das ist ein großer Unterschied zu den vorherigen Rennen, als wir kaum eine Chance hatten.”

Die neuen Teile am FW48 scheinen ihre Wirkung nicht zu verfehlen, allerdings müsse das Team noch herausfinden, welche Komponente genau welchen Vorteil bringt. “Es gibt Variabilität im Setup und in der Gewichtsverteilung, das braucht Zeit, um es zu verstehen. Aber zumindest ist die Performance spürbar besser.” Sainz weiß, dass noch Luft nach oben ist, insbesondere im Vergleich zu Alpine, aber er bleibt positiv gestimmt.

“Die ersten drei Rennen waren brutal, da haben wir uns nicht einmal im Mittelfeld behaupten können. Jetzt kämpfen wir zumindest mit den anderen Teams. Das gibt uns Hoffnung und etwas, worauf wir uns freuen können.” Sainz betonte, dass das Team noch nicht sein volles Potenzial erreicht hat und kontinuierlich arbeiten müsse.

Die Möglichkeit von Regen könnte für Sainz von Vorteil sein. “Von der 14. Position aus können wir mit einem guten Strategie und etwas Glück durchaus in die Punkte fahren. Wenn es regnet, dreht sich alles neu.” Ein Hoffnungsschimmer, der im Kampf um die WM-Punkte neue Perspektiven eröffnet.

Doch der Tag war auch von Trauer überschattet. Der Verlust von Alex Zanardi, einer Legende des Motorsports und Paralympics, berührte die gesamte Formel-1-Gemeinschaft. Sainz würdigte Zanardi als “ein Vorbild für uns alle” und erinnerte an dessen beeindruckende Karriere und seinen unermüdlichen Kampfgeist. “Er hat so viele Hindernisse überwunden und seine Leidenschaft für den Motorsport nie verloren. Er war ein außergewöhnlicher Mensch, der Respekt und Bewunderung verdient.”

Die Trauer um Zanardi steht im krassen Gegensatz zur Aufbruchsstimmung im Williams-Team, doch Sainz und sein Team bleiben fokussiert und entschlossen, in Miami alles zu geben. Die Chancen auf Punkte sind da, und das Team wird sie nutzen.