Sailgp: spanien verpasst podestplatz – kanada bietet wiedergutmachungschance!

Ein jähes Ende der Erfolgsserie für das spanische SailGP-Team in New York: Nach vier Rennen unter den Top Drei verpassten die 'Gallos' knapp die Punkteausbeute. Das Wochenende verlief turbulent, und nun richtet sich der Blick nach Halifax, Kanada, wo das Team um Diego Botín eine neue Chance auf Erfolg sucht.

Wetterchaos und technische probleme überschatten spanischen auftritt

Wetterchaos und technische probleme überschatten spanischen auftritt

Das Rennen am Samstag zählte nicht, da aufgrund gefährlicher Windbedingungen nur vier Boote an der Startlinie standen. Spanien hatte sich dabei sogar eine Führung erarbeitet und eine beachtliche Leistung gezeigt. Doch am Sonntag, dem entscheidenden Renntag, kam das Unglück hinzu: Ein technischer Defekt am F50 Victoria zwang das Team, auf eine Teilnahme zu verzichten. „Wir sind natürlich sehr frustriert, aber es sind Dinge, die außerhalb unserer Kontrolle liegen“, kommentierte Skipper Diego Botín die Situation.

Die Enttäuschung ist spürbar, doch das Team blickt entschlossen nach vorne. Der nächste Stopp, das Rolex SailGP Grand Prix in Halifax, Kanada, bietet die Möglichkeit zur Wiedergutmachung. Das Event, das vom 20. bis 21. Juni stattfindet, verspricht ein Spektakel zu werden: Mehr als 12.000 Zuschauer haben bereits Tickets erworben, um die atemberaubende Geschwindigkeit der F50-Katamarane mit Foils live zu erleben – bis zu 100 km/h sind dabei möglich.

Der Kampf um die Spitze: Spanien hat sich vorgenommen, in Halifax sein fünftes Finale der Saison zu erreichen und den Abstand zu den führenden australischen 'Bonds Flying Roos' zu verringern. Die Australier sind momentan in beeindruckender Form und haben die letzten drei Rennen gewonnen, was ihnen eine komfortable Führung im Rolex SailGP Championship mit 55 Punkten eingebracht hat. Das britische Team folgt mit 44 Punkten auf dem zweiten Platz, während die Vereinigten Staaten mit 36 Punkten den dritten Rang belegen. Spanien liegt aktuell mit 34 Punkten auf dem vierten Platz, 21 Punkte hinter Australien.

Neben den australischen Favoriten stellt auch das Comeback der neuseeländischen 'Black Foils' unter der Leitung von Peter Burling eine zusätzliche Herausforderung dar. Nach viermonatiger Abwesenheit aufgrund von Schäden am F50, die bei einem Highspeed-Kollision in Auckland entstanden waren, kehren die Neuseeländer nun zurück in die Liga und versprechen eine spannungsgeladene Auseinandersetzung um die Finalteilnahme. Die Ereignisse in New York, bei denen US-Team, Red Bull Italia und Mubadala Brasil verwickelt waren, haben zudem zu erheblichen Schäden an mehreren F50 geführt und die Reparaturarbeiten kompliziert.

Die technischen Teams von SailGP arbeiten fieberhaft daran, die Flotte für das Rennen in Halifax vorzubereiten. Ob alle Boote einsatzbereit sein werden, wird sich erst am Wochenende zeigen. Die Spannung ist greifbar: Wer wird sich in Kanada als Sieger durchsetzen und die Führung im Rolex SailGP Championship übernehmen?