Sabalenka zerstört baptistes traum – sunshine-double in greifbarer nähe

Aryna Sabalenka hat in Miami wieder einmal bewiesen, warum sie die Nummer eins ist. Mit einem Doppelsieg 6:4, 6:4 schickte die Weißrussin Hailey Baptiste nach Hause und marschiert unbeirrbar auf das Sunshine-Double zu. Die Semifinal-Gegnerin: Elena Rybakina – ein Name, der bei Sabalenka sofort die Erinnerung an zwei Finals dieser Saison wach werden lässt.

Doch der Weg war alles andere als ein Spaziergang. Bereits in den ersten Games wackelte Sabalenkas Aufschlag, Baptiste drückte aufs Tempo, hatte drei Breakbälle – und vergab sie alle. Ein kleines Psychodrama in der Sonne von Florida. Sabalenka antwortete mit der ersten Breakchance beim 5:4 und dem Satz war gedreht.

Rybakina wartet – und sie trägt rache im gepäck

Rybakina wartet – und sie trägt rache im gepäck

Im zweiten Durchgang wechselten sich die Spielerinnen zwei Breaks im Sechsten und Siebten Game aus. Die Anspannung stieg, die Ballwechsel wurden härter, die Linien enger. Dann das 5:4 für Sabalenka – und zwei Doppelfehler von Baptiste. Drei Matchbälle. Der erste verpuffte in einem spektakulären Rally, der zweite endete mit einem crossen Return, den Baptiste nur noch hinterherstarrte. Fertig. 79 Minuten, 66 % Erstaufschlagquote, 79 % Punkte nach dem ersten Aufschlag – Zahlen, die die Dominanz untermauern.

Baptiste, Weltranglisten-45., hielt bis zuletzt mit, aber gegen Sabalenkas Power und Präzision reichten Selbstvertrauen und Kampfgeist allein nicht. Die US-Amerikanerin verlässt das Turnier mit dem Trost, dass sie die Favoritin zumindest ins Schwitzen brachte.

Für Sabalenka geht es nun um Historisches. Gewinnt sie auch Miami, wäre sie die erste Spielerin seit Victoria Azarenka 2016, die Indian Wells und Miami im selben Jahr holt. Das Sunshine-Double – ein Kunststück, das nur die Größten der Szene vollbracht haben. Der erste Schritt ist getan, der zweite folgt gegen Rybakina, die sie in Melbourne noch in drei Sätzen schlug. In der Wüste von Kalifornien revanchierte sich Sabalenka. Nun also das dritte Kapitel dieser Saison-Rivalität.

Die Bilanz der beiden: 3:3 in Head-to-Head, jedes Match ein Kraftakt. Wer die Nerven behält, darf am Samstag den Pokal in die Höhe stemmen. Die Wette steht: Sunshine-Double oder Rache – beides würde die Tenniswelt erneut in Atem halten.