Saarbrücken zerquetscht quierschied und wartet nun auf die auslosung

5:0 – mehr Underdog ging nicht. Der 1. FC Saarbrücken hat die Spvgg. Quierschied am Mittwochabend binnen 90 Minuten aus dem Saarlandpokal gekickt und damit als letzter Verein das Viertelfinale komplettiert. Die Blau-Schwarzen spielten nicht einmal in höchster Gangart, trotzdem reichte es für eine Galavorstellung gegen den Favoriten aus der fünften Liga.

Die tore fielen wie dominosteine

Nach einer Viertelstunde war die Partie gelaufen. Bereits zur Pause stand es 3:0, und selbst die hartgesottenen Quierschieder Anhänger im Block G begannen, ihre Fangesänge zu dampfen. Der Drittligist setzte früh das erste Ausrufezeichen, ließ den Ball laufen und schaltete nach Ballgewinn sofort um – ein Lehrbuchbeispiel für Dritte-Liga-Qualität gegen Kreisliga-Athletik.

Was folgte, war ein Schaulaufen. Die Gäste aus Quierschied stemmten sich zwar mit Herz und Kolle gegen die drohende Klatsche, doch die Lücke in Tempo, Körpersprache und Spielintelligenz blieb eine Spur zu groß. Die Elf von Trainer Rüdiger Ziehl ließ danach nichts mehr anbrennen – auch, weil sie am Sonntag in der Liga wieder gefordert ist.

Jetzt zählt nur noch der zufall

Jetzt zählt nur noch der zufall

Mit dem Einzug in die Runde der letzten Acht schließt sich der Kreis der Titelanwärter. FC Homburg, SV Schwarzenbach, FSV Jägersburg und Co. warten bereits auf den Gegner – die Auslosung erfolgt am Donnerstag live im SR. Dann entscheidet der Zufall, ob Saarbrücken auf einen Verbandsligisten trifft oder das viel zitierte „Endspiel im Viertelfinale“ gegen den FC Homburg ansteht.

Für den Underdog von Quierschied endet der Traum vom DFB-Pokal vorzeitig. Die Mannschaft kann nun wieder den Fokus auf den Saarlandliga-Alltag richten – mit der Gewissheit, sich an einem Abend gegen einen Profiklub nicht blamiert zu haben, sondern lediglich die Grenzen des eigenen Spiels aufgezeigt bekommen zu haben.

Die Viertelfinals sind für den 25. März terminiert, das Finale steigt am 23. Mai – dem „Finaltag der Amateure“. Dann wird sich zeigen, ob der FCS seine Pokal-Ambitionen mit einem Titel krönt oder ob ein anderer Saar-Klub den Pokal in die Provinz schafft. Fest steht: Nach diesem Abend ist die Devise klar – erst einmal auslosen, dann weitermachen.