Buendía: von der verletzungs-hölle zum europa-finale!
Einmal fiel er hin, ein anderes Mal stand er auf – und jetzt könnte Emiliano Buendía mit Aston Villa Geschichte schreiben. Nach einer Saison voller Rückschläge und Verletzungen krönte der argentinische Mittelfeldspieler seine persönliche „Wunderkehrung“ mit einem entscheidenden Beitrag zum Einzug ins Europa-League-Finale. Ein Moment, der mehr bedeutet als nur ein Ticket für ein großes Spiel.
Die steinige reise zum durchbruch
Buendías Weg in Birmingham war alles andere als geradlinig. Verpflichtet für eine stolze Ablösesumme von 38 Millionen Euro, sollte er die Lücke schließen, die Jack Grealish hinterlassen hatte. Doch die anfängliche Euphorie wich schnell der Ernüchterung. Trainerwechsel, eine verletzungsbedingte Auszeit, die ihn fast ein Jahr lang von den Plätzen fernhielt – Buendía schien im Niemandsland zu verschwinden.
Die Kreuzbandriss-Verletzung im Sommer 2023 war ein harter Schlag. Unai Emerys Worte hallten nach: „Es ist immer schwer. Wir sprechen nicht von einer Verletzung von zwei Wochen oder zwei Monaten. Es ist eine Verletzung von sechs, sieben oder acht Monaten.“ Ein Schicksalsschlag, der ihn an den Rand seiner Karriere zu treiben drohte. Doch Buendía bewies Charakter und kämpfte sich zurück. Sein Doppelpack im Testspiel gegen die zweite Mannschaft im September 2023 war der erste Hoffnungsschimmer.
Eine Leihe zum Bayer Leverkusen im Januar bot die Chance auf regelmäßige Spielpraxis, blieb aber enttäuschend. „Die Bundesliga zieht mich an. Leverkusen ist der amtierende Meister und ich bin sicher, dass ich zum Erfolg des Vereins beitragen kann“, so Buendía damals. Doch in 14 Einsätzen, von denen nur vier als Startelfspieler, blieb er weit hinter den Erwartungen zurück.
Doch Emery glaubte an ihn. „Wir haben im Sommer überlegt, ob wir ihn behalten oder abgeben. Aber er wollte bleiben. Er ist ein fantastischer Kämpfer und sein Engagement ist genau das, was ich von jedem Spieler erwarte.“ Und Buendía zahlte das Vertrauen zurück. Er ist nun der drittbeste Spieler von Aston Villa, wenn es darum geht, den Ball zu erobern – ein Beweis für seinen unermüdlichen Einsatz.

Der held gegen nottingham forest
Gegen Nottingham Forest zeigte Buendía seine Klasse. Seine geniale Vorlage für Watkins zum 1:1 war der Auftakt zu einer beeindruckenden Vorstellung. Den Elfmeter zum 2:1 verwandelte er cool und sicher. Fünf Schüsse, vier Schlüsselpässe, zwei erfolgreiche Dribblings, 14 Ballgewinne und acht von 13 gewonnenen Zweikämpfen – die Statistik spricht eine deutliche Sprache.
„Für mich, der fünf Jahre im Verein ist, der eine Saison verpasst hat wegen einer Verletzung und der im letzten Jahr um seine Rückkehr gekämpft hat. ist es etwas Besonderes, hier helfen zu können“, erklärte Buendía nach dem Spiel. Ein Gefühl der Erleichterung und des Stolzes, nach so vielen Anstrengungen endlich seinen Beitrag leisten zu können.
Die Chance auf den ersten europäischen Titel seit 1982 ist greifbar. Und Buendía, der Mann, der schon am Tiefpunkt seiner Karriere stand, könnte zum entscheidenden Faktor werden. Scaloni hat ihn bereits im November wieder in die argentinische Nationalmannschaft berufen – der Traum von der Weltmeisterschaft lebt weiter. Er hat es sich verdient. Und jetzt gilt es, den letzten Schritt zu gehen.
