Andrich explodiert: elfmeter-pfiff kostet leverkusen den sieg gegen arsenal

Ein Schiri-Wink, ein spätes Foul, ein Punkt. Bayer Leverkusen hätte Arsenal im Champions-League-Achtelfinale fast niedergemacht, doch der türkische Referee Halil Umut Meler sorgte in der 86. Minute für den Knock-out-Stopper. Der fragwürdige Elfmeterpfiff nach einem Zweikampf zwischen Tillman und Madueke verpasste der Werkself den Heimsieg – und ließ Robert Andrich platzen.

„Das reicht doch nicht!“ – andrich schlägt mit der faust aufs podium

Im DAZN-Interview versuchte man, den Mittelfeld-Abräumer diplomatisch zu halten. Fehlanzeige. „Ist schon sehr wenig“, giftelte Andrich, „wenn du runtergehst und vielleicht das Gefühl hast ‚oh Scheiße, jetzt bin ich schon mal unten‘ – das ist schon sehr, sehr wenig.“ Die Wiederholung bestätigte seine Wut: „Der kleine Kontakt kommt und er fällt später. Noch zwei Mal schauen, und es ist noch weniger.“

Die Zahlen liegen auf dem Tisch: xG 1,9 für Leverkusen, nur 0,8 für Arsenal – trotzdem steht es 1:1. Die Werkself dominierte Ball und Gegner, ließ aber die Großchance nach der anderen liegen. Wout Weghorst köpfte daneben, Florian Wirtz scheiterte an Ramsdale, Jeremie Frimpong schoss ans Aluminium. Die englische Presse spricht bereits vom „Bayern-Déjà-vu“ – nur dass diesmal nicht München, sondern der Schiri der Gegner war.

Trotz punkt: bayer reist mit breiter brust nach london

Trotz punkt: bayer reist mit breiter brust nach london

Mit 1:1 im Gepäck geht es am kommenden Dienstag ins Emirates. Die Statistik? Keine Freundin der Deutschen: Arsenal hat zuhause erst einmal in dieser Saison verloren, in der Königsklasse sogar noch gar nicht. Doch Bayer hat die Antidote: eine junge Mannschaft ohne Champions-League-Trauma, dafür mit Selbstvertrauen aus 30 Pflichtspielen ohne Niederlage. „Wir haben gezeigt, dass wir ihnen das Leben schwer machen“, sagte Xabi Alonso, der trotz des späten Schlags nicht den Stil verrät. „Wir werden wieder nach vorne spielen. Das ist unsere DNA.“

Die Elfmeter-Diskussion wird bis London begleiten. Die UEFA wird den Pfiff prüfen, doch das Spiel ist gespielt. Was bleibt, ist die Erkenntnis: Leverkusen hat Arsenal gezeichnet, aber nicht erledigt. Wer am Dienstag die erste Viertelstunde dominiert, der zieht den Durchbruch. Die Werkself ist bereit – und Andrich hat noch eine Rechnung offen.