Runjaic und vanoli liefern sich mit udinese und fiorentina ein spätes topspiel

Um 20.45 Uhr im Bluenergy Stadium von Udine geht die 27. Spieltag-Runde der Serie A 2025/26 zu Ende – und mit ihr die Frage, ob sich Fiorentina endgültig für die Champions-League-Plätze festbeißt oder Udinese den Anschluss an das obere Mittelfeld wahrt.

Beide Trainer haben ihre Startaufstellungen gemeldet, und sie lesen sich wie ein Schachbrett: Runjaic stellt auf ein 3-5-1-1 um, Vanoli bleibt bei seinem erprobten 4-1-4-1. Die Marschroute steht, die Figuren sind gesetzt.

Udinese setzt auf zaniolo als hängende spitze

Zwischen den Pfosten steht Maduka Okoye, vor ihm bilden Bertola, Kristensen und Kabasele ein Dreiergespann, das vor allem die Schnittstelle zu Kean dicht machen soll. Die Außenbahnen übernehmen Ehizibue und Zemura, im Zentrum sorgen Ekkelenkamp, Karlström und Piotrowski für die nötige Dichte. Den Freiraum hinter Davis füllt Zaniolo – ein Zug, der die Fiorentina-Abwehr zwingt, früh zu verschieben.

Die Statistik spricht für Runjaic: In den letzten fünf Heimspielen holte Udinese dreizehn Punkte, schoss acht Tore und kassierte nur zwei. Doch genau diese Bilanz macht die Friulaner angreifbar, weil Vanoli jedes Muster studiert hat.

Fiorentinas mittelfeld-raute soll okoye beschäftigen

Fiorentinas mittelfeld-raute soll okoye beschäftigen

Vanoli vertraut David de Gea im Tor, der mit Parisi, Pongracic, Rugani und Ranieri eine Viererkette vor sich weiß, die bereits neun Mal in Folge ohne Gegentor blieb, wenn sie in dieser Besetzung antrat. Vor der Abwehr dirigiert Fagioli das Spiel, flankiert von Harrison und Gudmundsson auf den Außen sowie Mandragora und Brescianini im halblinken und halbrechten Mittelfeld. Spitze ist Kean, der in den letzten drei Partien vier Treffer erzielte.

Die Schlüsselduelle liegen auf den Flügeln: Ehizibue gegen Parisi und Zemura gegen Harrison. Wer dort die Zweikampfquote dominiert, bestimmt das Tempo. Die zweite Feuerstelle entsteht zwischen Zaniolo und Fagioli – ein Duell von Kreativität gegen Disziplin.

Der späte termin verändert die ökonomie des spiels

Die 20.45-Uhr-Anstoßzeit bedeutet kühle Temperaturen und einen rasenden Ball. Das passt Udinese, das auf Umschaltmomente setzt. Fiorentina wiederum profitiert von der höheren Passgenauigkeit ihrer Mittelfeld-Raute, wenn der Rasen schneller wird. Die letzten drei Aufeinandertreffen endeten 1:1, 0:0 und 2:1 – knapp, aber nie torlos.

Die Tabelle lügt nicht: Ein Sieg springt Udinese auf Platz sechs, Fiorentina könnte mit einem Dreier vorübergehend Platz vier übernehmen. Die Ränge sind eng, die Saison noch lang, aber das Spätspiel von Udine liefert erste Weichenstellungen für das Finale im Mai.

Runjaic wird an der Seitenlinie mit den Händen zeichnen, Vanoli mit verschränkten Armen verharren. Beide wissen: In der Nachspielzeit entscheidet sich oft mehr als nur ein Punkt. Die Formationen stehen, die Uhren laufen – und das Stadion droht zu kochen, wenn der Schiedsrichter pünktlich um 20.45 Uhr pfeift.