Rüdiger räumt auf: 'beide gegentore waren selbstverschuldet'
Antonio Rüdiger hat nach dem 1:2 gegen den FC Bayern die Sprachlosigkeit der Königlichen gebrochen – und die Fehlerquelle beim Namen genannt. ‚Beide Tore waren Geschenke‘, sagte der Verteidiger des Real Madrid unverblümt am Mikrofon von Movistar+.
Die aufstellung war klar: keine ballverluste
Im Mannschaftsbus nach der Partie wird dieselbe Analyse laufen wie auf dem Rasen: Wer gegen Europas Elite zwei Mal das Leder leichtfertig verschenkt, bekommt den Zahnarztbesuch ohne Betäubung. ‚Wir haben vor der Pause genau darüber gesprochen, dass jeder Ballverlust hier tödlich ist‘, so Rüdiger. ‚Am Ende ist es genau das passiert.‘
Die Statistik bestätigt seine Wut: 20 Torschüsse brachte Madrid zustande, don Manuel Neuer wurde zur Mauer. ‚Heute war Neuer Bayerns bester Spieler‘, stichelte der Berliner und schob dem eigenen Angriff einen Satz mit, der in den Kabinengängen des Bernabéu noch lange nachhallen wird: ‚Wir müssen öfter treffen – und zwar ins Tor!‘

Die mbappé-remontada lebt
Doch Rüdiger kennt das Gesetz der Champions League: Ein Auswärtstor kann eine ganze Serie drehen. Mit dem Treffer von Kylian Mbappé zum 1:2 ist das Halbfinale für Real nicht Makulatur, sondern Baustelle. ‚Mit einem Tor in München sind wir wieder drin‘, sagte er, und seine Stimme klang plötzlich weniger wie nach Beerdigung, mehr nach Auftakt.
Die Rechnung ist simpel: Wer im Allianz Arena früh trifft, der zwackt den Bayern die Angst heraus. Rüdiger weiß, dass seine Mannschaft dort schon häufiger den Deckel zugemacht hat. Ob sie diesmal die Geschenke austauschen, wird sich in acht Tagen zeigen – und ob Neuer dann noch einmal die Hauptrolle spielt oder endlich zum Statisten wird.
