Roosters kassieren 0:5-klatsche – bremerhavens powerplay zerstört letzte hoffnung

Die Iserlohn Roosters verabschieden sich mit einem blutigen Nasenrücken aus ihrer eigenen Arena: 0:5 gegen Bremerhaven, die fünfte Heimpleite in Serie, und das vor 4.987 Fans, die zwischen den Rängen schon mal den Sommer planen. Die Pinguins dagegen riechen Playoff-Luft – und das, obwohl sie erst zwei Tore in Überzahl und zwei weitere ins verwaiste Gehäuse schossen.

Stefan nyman zieht jenike – und kassiert das aus

58:12 Minuten war Andreas Jenike im Kasten, dann flog die Maske in die Ecke. Trainer Stefan Nyman nahm den Goalie raus, um auf 1:3 zu lauern. Sekunden später tickte die Uhr 58:59 – Ludwig Byström traf aus 55 Metern ins leere Tor. Noch einmal tauschte Nyman, noch einmal traf Nicholas Jensen. Die Zielgerade der Saison mutierte zur Schießbude, die Roosters zur Attrappe.

Die Statistik lügt nicht: 22 Torschüsse im Schlussdrittel, nur vier davon von Iserlohn. Die Scheibe rollte wie auf Bestellung zu Bremerhavens Stürmern, während die Roosters in jedem Angriffsdrittel den letzten Pass verpassten. „Wir haben die richtige Einstellung, aber die falsche Richtung“, sagte Kapitän Maximilian Kammerer nach dem Ende. Seine Stimme klang wie das Messer, das man gerade gezogen hatte.

Das powerplay wird zur tödlichen waffe

Das powerplay wird zur tödlichen waffe

Connor Jeffrey Smith traf erstmals in Überzahl, Phillip Bruggisser legte nach. Alexander Friesen machte den Deckel drauf – alle drei Treffer fielen, während ein Roosters-Player auf der Strafbank saß. Die Zahlen sind brutal: In den letzten sieben Heimspielen kassierte Iserlohn 17 Gegentore in numerischer Unterzahl. Die eigene Powerplay-Quote dagegen: 0 % an diesem Sonntag. Wer so spielt, braucht kein Playoff-Ticket, er braucht einen neuen Kalender.

Am Freitag geht’s nach Schwenningen, am Sonntag kommt Ingolstadt. Die Fans wissen schon, dass sie keine Postseason sehen werden. Trotzdem werden sie kommen – aus Gewohnheit, aus Liebe, aus demselben Grund, warum man sich auch den letzten Handschellen-Film ansieht: Man will wissen, wie die Story endet. Die Antwort steht jetzt schon fest: mit zwei Spielen, die nur noch der Statistik dienen, und mit einem Sommer, in dem die Roosters endlich Luft holen müssen.