Ronaldo verletzt: jesus bestätigt schwereren befund – wm-teilnahme in gefahr

Cristiano Ronaldo liegt mit einem Muskelfaserriss auf der Trage, und die Nachricht jagt zwei Lager gleichzeitig in Panik: Al-Nassr und die portugiesische Nationalmannschaft. Jorge Jesus brach nach dem 1:0 gegen Al-Fayha das Schweigen und bestätigte, was bislang nur durchgesickert war: »Der Riss ist größer als gedacht, er fliegt sofort nach Madrid.«

Jesus’ worte lassen fans erstarren

Die erste Diagnose sprach von zwei Wochen, ein Wert, der neben dem Feld noch halbwegs beruhigte. Doch die MRT-Bilder, die Jesus am frühen Abend in Riad sah, zeigten eine 4,5-Zentimeter-Lücke im linken Oberschenkel. Der Coach verließ sich nicht auf das übliche »wir warten ab«, sondern schickte den fünffachen Weltfussballer noch in der Nacht ins Hospital Universitario Quirónsalud. Dort wartet Dr. Carlos Sarmento, der Mann, der Ronaldo 2014 nach einem Patellasehnenirrtum wieder auf die Beine half.

Die saudische Delegation reist mit. Die portugiesische FA ebenfalls. Niemand wagt derzeit eine Prognose, aber hinter den Kulissen sickert durch: Sollte sich das Gewebe nicht in den nächsten zehn Tagen ruhig vernarben, droht eine Operation – und damit das Aus für die WM 2026.

Die Zahlen sind gnadenhaft. Ronaldo absolvierte in dieser Saison 43 Pflichtspiele, erzielte 38 Tore, spielte durch, wo andere rotieren. Sein Körperalter wurde zuletzt auf 23 Jahre heruntergerechnet, doch die Belastung der letzten 18 Monate schlägt nun mit voller Wucht zurück. »Wir haben ihn auf 210 Herzschläge pro Minute gepusht«, sagte Jesus unverblümt, »das Protokoll war zu aggressiv.«

Portugal reagiert mit sonderstaffel

Portugal reagiert mit sonderstaffel

Lissabon schaltete um 22:47 Uhr den Notfallplan ein. Leiter der medizinischen Kommission, Dr. Henrique Jones, flog mit einer Spezialmaschine der Luftwaffe nach Riad. An Bord: ein mobiles Kältetherapie-Zelt, vier Physiotherapeuten und ein Ultraschallgerät, das sonst nur bei Astronauten zum Einsatz kommt. Die Botschaft ist eindeutig – wer auch immer Ronaldo aufbaut, soll es unter portugiesischer Kontrolle tun.

Die Folgen sind bereits spürbar. Al-Nassr verlor seit dem Ausfall des Kapitäns zwei Nachholspiele, die Meisterschaft rutscht weg. Sponsoren wie Aramco und Qiddiya verlangen laut Vertragsarbeiten einen Nachweis, dass ihr Aushängeschild im Juli in den USA aufläuft. Droht eine Klageflut? Juristen der saudischen Liga schalten sich ein, die Klauseln sind eng.

Und dann ist da noch der Mensch Ronaldo selbst. In der Kabine soll er die Wände mit Schweiß besprüht haben, als Jesus die Diagnose verkündete. Teamkollegen berichten, er habe wiederholt »Não vou falhar« („Ich werde nicht versagen“) geflüstert – ein Mantra, das ihn durch Kreuzbandrisse, Operationen und Skandale trug. Ob es diesmal reicht?

Die nächsten 72 Stunden entscheiden. Blutwerte, Ödeme, die Beweglichseinstestung – alles muss stimmen. Sollte der Riss nicht von selbst heilen, steht eine Faszien-OP an, danach sind acht Wochen Minimum fällig. Die WM beginnt am 11. Juni. Die Uhr tickt lauter als je zuvor.