Roma wirbelt den mittelfeld um: koné raus, koné rein – 50 millionen für den transfer-coup

Die Roma schraubt am Kader, und diesmal ist nicht der Trainer das Problem, sondern die Bilanz. Manu Koné muss für 40 bis 50 Millionen weg, Ismael Koné soll für 25 Millionen kommen – ein Tausch, der beiden Seiten Geld und Platz im Mittelfeld bringt.

Warum ausgerechnet jetzt?

Der 30. Juni ist die Deadline. Danach prüft die UEFA die Finanzspritzen der Klubs. Die Roma muss bis dahin 30 Millionen reinholen, sonst droht ein Nachzahlungsgebot oder ein reduzierter Kader in der Europa League. Manu Koné, vor zwei Jahren für 20 Millionen aus Gladbach gekommen, steht mit 11 Millionen Restwert in den Büchern. Ein Verkauf um 45 Millionen würde die Kasse sofort entspannen.

Inter wartet schon. Die Nerazzurri hatten im Sommer 2023 ein Paket über 35 Millionen vorbereitet, damals blockierte noch José Mourinho. Jetzt ist der Franzose verletzt, ausgerechnet an seinem rechten Oberschenkel, und die Roma nutzt die Zeit, um die Ablöse nach oben zu schrauben. 40 plus Boni ist die Marschrichtung.

Ismael koné: der kanadische turbo

Ismael koné: der kanadische turbo

Während Manu auf der Reha-Liege liegt, spielt Ismael heute Abend für Kanada gegen Island. Er liefert sich Duelle mit Davies und David ab, aber seine Stärke ist die Box-to-Box-Dynamik. 13 Millionen kostete er Sassuolo, 25 will der Klub jetzt. Die Roma kennt die Verhandlungsbasis: 23 plus fünf leicht erreichbare Boni, dazu zwei gestaffelte Ratenzahlungen. Das wäre ein Plusgeschäft für alle – auch für Marseille, das 15 Prozent an der Weiterverkaufsklausel hält.

Gasperini bekommt damit einen Mittelfeldspieler, der vor dem Ballgewinn steht, nicht hinterherläuft. Ismael traf dreimal in dieser Serie-A-Saison, Manu nur einmal. Das klingt nach Detail, aber bei der Roma zählt jeder Treffer, weil die Tordifferenz die Champions-League-Quali entscheiden könnte.

Die frage, die niemand laut stellt

Die frage, die niemand laut stellt

Wer zieht den Stecker, wenn beide Koné auf dem Markt stehen? Die Inter-Führung um Beppe Marotta wartet auf ein Zeichen aus Trigoria. Die Roma wiederum wartet auf ein Zeichen aus Mailand, dass die 45 Millionen wirklich fließen. Und Sassuolo? Die warten nur auf den Anruf, weil sie wissen: Wer einen Koné sucht, findet am Ende zwei.

Am 30. Juni klingelt die Kasse. Dann steht Manu entweder beim Medizincheck in Milano – oder Ismael packt seine Koffer für Rom. Eine Entscheidung, die die Roma nicht nur sportlich, sondern auch finanziell wieder in die Spur bringt. Der Countdown läuft, und die Uhr tickt lauter als ein Stadion voller Kurven.