Roma: soulé-abgang könnte greenwood-deal ermöglichen
Rom, Italien – Die AS Roma steht vor einem möglichen Umbruch im Sommer, und der Name Matias Soulé könnte dabei eine Schlüsselrolle spielen. Während der Transfer von Mason Greenwood weiterhin ein heißes Thema ist, könnte der Verkauf des jungen Argentiniers den finanziellen Spielraum für den Engländer schaffen und gleichzeitig die UEFA-Auflagen erfüllen.

Gasperinis plan: soulé als opferrolle
Trainer Gian Piero Gasperini muss die finanzielle Situation des Vereins berücksichtigen. Ein Settlement Agreement mit der UEFA steht bevor, und der Verzicht auf Soulé könnte hier eine entscheidende Hilfe sein. Der 21-jährige Offensivmann hatte in seinen bisherigen zwei Saisons in Rom zwar 12 Tore erzielt, konnte aber nie die magische Zehner-Marke übertreffen. Zudem plagen ihn immer wieder kleinere Verletzungen, was seine Einsatzzeit beeinträchtigt hat.
Die Entscheidung von Gasperini, Soulé abzugeben, ist also nicht überraschend, sondern vielmehr eine logische Konsequenz der aktuellen Umstände. Aston Villa und Borussia Dortmund haben bereits Interesse signalisiert, wobei Dortmund besonders ernst macht. Der deutsche Verein könnte nicht nur eine attraktive Ablösesumme bieten, sondern auch die Teilnahme an der Champions League, was für Soulé ein großer Anreiz wäre.
Die Roma schätzt Soulé’s Marktwert zwischen 35 und 40 Millionen Euro. Dieser Verkauf würde nicht nur zur Erfüllung der UEFA-Auflagen beitragen, sondern auch zusätzliche Einnahmen generieren, die für andere Transfers zur Verfügung stehen könnten. Neben Soulé könnten auch Sangaré, Saud, Baldanzi und Ziolkowski verkauft werden, um die finanzielle Situation zu entlasten.
Doch das eigentliche Ziel der Roma ist Mason Greenwood. Der Engländer steht auf Gasperinis Wunschliste ganz oben, und sein Transfer könnte die Offensive der Giallorossi deutlich verstärken. Allerdings fordert der französische Verein 50 Millionen Euro plus Boni für Greenwood, was für die Roma eine beträchtliche Summe darstellt.
Hier kommt Soulé ins Spiel. Seine Ablösesumme könnte einen Teil der Kosten für Greenwood decken und den Verhandlungen mit Marseille auf die Sprünge helfen. Die Roma könnte mit einem Gesamtangebot von 45 Millionen Euro nachrücken, in der Hoffnung, dass der Verein aufgrund des dringenden Bedarfs an Einnahmen einlenkt. Greenwood soll Soulé auf der rechten Angriffsseite ersetzen und so die Offensive der Roma verstärken.
Soulé selbst scheint mit der Situation vertraut zu sein und ist offen für einen Wechsel. Angesichts der Rückkehr von Paulo Dybala und Gasperinis Vorliebe für zwei Top-Außenstürmer sind seine Chancen im kommenden Jahr auf regelmäßige Einsatzzeit begrenzt. Ein Wechsel in die Premier League wäre für ihn ebenfalls eine Option, jedoch scheinen Aston Villa und Bournemouth bisher nur sondierend vorgegangen zu sein.
Die Verhandlungen zwischen der Roma und Marseille könnten in den nächsten Tagen an Fahrt gewinnen. Ein freundschaftliches Testspiel gegen Dortmund im August könnte sogar dazu führen, dass Soulé sich auf der gegnerischen Seite wiederfindet – ein ironisches Schicksal für den jungen Argentinier.
Die Zukunft von Matias Soulé ist ungewiss, doch eines ist klar: Sein Abgang könnte der AS Roma den Weg zu einem ambitionierten Kader und dem ersehnten Champions-League-Platz ebnen. Die Entscheidung liegt nun bei den Verantwortlichen, ob sie bereit sind, den Preis für den Erfolg zu zahlen.
