Guirassy-poker: bleibt der bvb-angreifer trotz fenerbahce-interesse?
Dortmund – Die Gerüchteküche brodelt: Serhou Guirassy, der mit 17 Treffern beste Torschütze von Borussia Dortmund in der abgelaufenen Saison, könnte diesen Sommer überraschend den Verein verlassen. Während der BVB-Verantwortliche weiterhin eine klare Linie verfolgt, deutet ein Statement des Spielersberaters auf eine komplizierte Zukunft hin.
Berater macht deutlich: keine einigung mit fenerbahce
Karamba Guirassy, Bruder und Berater des Guineischen Nationalspielers, ließ jegliche Spekulationen um eine bereits vollzogene Einigung mit Fenerbahce Istanbul deutlich verstummen. „Es wurde keinerlei Vereinbarung getroffen“, betonte er gegenüber Sky Sport. Guirassy befinde sich aktuell in der Prüfung seiner Optionen für die kommende Saison. Behauptungen über eine fixe Einigung mit dem türkischen Traditionsverein entsprächen schlichtweg nicht den Tatsachen. Die Aussage des Beraters wirft einen langen Schatten auf die bisherigen Äußerungen des BVB.

Aziz yildirim machte guirassy zum wahlversprechen
Die Verbindung zwischen Guirassy und Fenerbahce ist kein neues Thema. Der frisch gewählte Präsident Aziz Yildirim hatte im Wahlkampf öffentlichkeitswirksam angekündigt, Guirassy im Falle seines Sieges an den Bosporus lotsen zu wollen. Diese Zusage, verbunden mit dem Druck, Wahlversprechen zu erfüllen, dürfte Fenerbahce zu einem schnellen Handeln zwingen. Die Verhandlungen mit Dortmund könnten daher zeitnah aufgenommen werden.

Bvb-verantwortliche beharren auf verbleib
Gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung bekräftigte der Dortmunder Sportdirektor Lars Ricken vehement, dass man nicht vorhabe, Guirassy abzugeben. „Er hat seinen Wert für Borussia Dortmund in den vergangenen beiden Spielzeiten eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, so Ricken. Auch Ole Book, der Sportdirektor, stimmte in diese Kerbe und erklärte, Guirassy sei „sehr wichtig“ für den BVB. Allerdings räumte er ein, dass der Stürmer nicht „unverkäuflich“ sei: „Wenn unglaubliche Angebote reinkommen, dann wird man auch darüber nachdenken.“
Die zahlen lügen nicht – aber die körpersprache wird kritisiert
Die Statistiken sprechen unmissverständlich für Guirassy: In 96 Spielen für den BVB erzielte er 60 Tore und bereitete 15 weitere vor. Eine beeindruckende Bilanz, die jedoch nicht alle Zweifel an seiner Etablierung in Dortmund ausräumt. Immer wieder wird seine Körpersprache und sein Engagement auf dem Platz kritisiert, was zu anhaltenden Diskussionen unter den Fans führt. Ob diese Kritik letztendlich seinen Abschied beeinflussen könnte, bleibt abzuwarten.
Der Transferpoker um Serhou Guirassy ist somit noch lange nicht entschieden. Während der BVB auf eine Verlängerung hofft, scheint Guirassy selbst offen für neue Herausforderungen zu sein. Die kommende Woche wird entscheidend sein, um die Weichen für seine sportliche Zukunft zu stellen. Eine Sache ist klar: So lange das Angebot aus Istanbul nicht vom Tisch ist, wird der BVB-Torjäger wohl weiterhin im Fokus der internationalen Fußballwelt stehen.
