Rolfes zieht die notbremse: brandt-rückkehr gestoppt, havertz-tür bleibt offen

Simon Rolfes lässt keinen Zweifel: Bayer Leverkusen will 2028 oder 2029 wieder deutscher Meister werden. Doch auf dem Weg dahin wird Julian Brandt nicht mitspielen – und das, obwohl Klubchef Fernando Carro den BVB-Star erst vor wenigen Tagen als „sensationell“ lobte.

Carros titel-versprechen bekommt rückendeckung

„Den Weg und die Ambitionen teile ich hundertprozentig mit Fernando“, sagte der Sportchef am Sonntag im Sport1-Doppelpass. Carro hatte am Samstag beim 1:1 gegen Bayern München erklärt, die nächste Meisterschaft stehe auf der Agenda – „in vier, fünf Jahren“ müsse Leverkusen wieder ganz oben stehen. 120 Jahre habe der Verein auf den ersten Titel gewartet, „da kann man auch mal vier oder fünf Jahre auf die nächste warten“.

Rolfes erklärte, warum der Klub sich nicht einfach „eine Mannschaft wie 2024 zusammenkaufen“ kann: „Wir können uns keinen Florian Wirtz kaufen, den müssen wir entwickeln.“ Deshalb hätte man im Sommer gezielt Spieler geholt, „die noch nicht am Limit ihrer Qualität sind“, sondern in zwei Jahren „im internationalen Spitzenfußball eine Relevanz haben“.

Brandt-absage kommt pünktlich zum champions-league-gipfel

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Genau in diesem Moment schiebt Rolfes einem Ex-Leverkusener die Tür zu. Julian Brandt, der Dortmund nach dieser Saison verlassen wird, war von Carro öffentlich gelobt worden. Doch Rolfes zieht die Notbremse: „Wir haben auf der Position mit Ibo Maza einen super Spieler, der sich in den nächsten Jahren hervorragend entwickeln wird. Von daher wird Julian kein Thema bei uns sein.“

Die Ansage kommt einen Tag vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Arsenal – und genau dort spielt ein anderer Ex-Werkselfler: Kai Havertz. Bei ihm hält Rolfes die Hintertür offen. Sollte sich irgendwann eine Chance ergeben, „den zurück nach Leverkusen holen zu können, werden wir gesprächsbereit sein“. Ein Satz, der in London während des Liga-Spiels am Dienstagabend (21.00 Uhr/Prime Video) mit Sicherheit die eine oder andere Ohrenzeile kosten wird.

Leverkusen steht aktuell auf Platz vier der Bundesliga, zwölf Punkte hinter Bayern. Die laufende Saison hat Carro als „Übergangsjahr“ deklariert. Doch wer glaubt, dass der Klub nur am Geld spart, irrt: Die nächsten 100 Millionen stehen bereits für Transferinvestitionen bereit. Nur eben nicht für Julian Brandt.