Roland garros 2026: preisgeld-explosion und whoop-debatte!
Paris fiebert bereits dem 125. Roland Garros entgegen, und die Ankündigungen der Organisatoren lassen auf ein Turnier voller Überraschungen hoffen. Nicht nur die Rückkehr der biometrischen Datenerfassung durch Wearables wirft Fragen auf, sondern auch ein massiver Anstieg des Preisgeldes und ein Rahmenprogramm, das die Stadt in Tennis-Fieber versetzen soll.
Carlos alcaraz' verteidigung gegen jannik sinner in erinnerung
Die Erinnerung an das epische Finale 2025, in dem Carlos Alcaraz sich nach einer der längsten Finalen in der Geschichte des Turniers gegen Jannik Sinner durchsetzte – und dabei drei Matchbälle abwehrte – ist noch frisch. Doch die Konzentration liegt bereits auf dem kommenden Mai, wenn die nächste Generation von Tennisstars um den Titel kämpfen wird. Am 24. Mai 2026 beginnt offiziell die Jagd nach dem Ruhm auf dem roten Sandplatz von Roland Garros.

Preisgeld-boom: 2,8 millionen für die sieger
Ein zentraler Punkt der heutigen Pressekonferenz war die Bekanntgabe des neuen Preisgeldes. Rund 10 Prozent mehr als im Vorjahr werden insgesamt 61,723 Millionen Euro ausgeschüttet. 2,8 Millionen Euro winken den Siegern im Herren- und Damen-Einzel – eine deutliche Aufwertung für die Athleten. Besonders erfreulich für die Qualifikanten: Der Preisgeld-Pool für diese Runde wurde um satte 12 Prozent erhöht, sodass bereits 24.000 Euro an die Spieler fließen, die im ersten Qualifikationsrunde ausscheiden.

Whoop-debatte: biometrische daten im fokus
Doch die größte Überraschung war die offizielle Genehmigung der Nutzung von Wearables wie Whoop zur Erfassung biometrischer Daten während der Matches. Nach dem kontroversen Verbot beim Australian Open, das Top-Spieler wie Jannik Sinner und Aryna Sabalenka betraf, soll Roland Garros nun ein Pilotprojekt durchführen. Die Daten – Herzfrequenz, Kalorienverbrauch, Atemfrequenz – sollen den Spielern helfen, ihre Leistung zu optimieren. Die Diskussion über den Einfluss auf den Wettbewerb und die Privatsphäre der Spieler dürfte jedoch weitergehen.

Fan-fest und hommage an legenden
Neben den sportlichen Aspekten wird auch das Rahmenprogramm für die Fans erweitert. In Anlehnung an das Australian Open und das US Open sollen bereits in der Woche der Qualifikationen Events stattfinden, darunter Interviews mit Spielern, Trainings auf dem Philippe Chatrier und spannende Matches aus der Qualifikationsrunde. Ziel ist es, bis 2026 20.000 Besucher pro Tag anzuziehen.
Abschied von gael monfils: ein tribut des publikums
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt wird das Abschiedsspiel von Gael Monfils sein, dem letzten der “neuen Moschettieri” Frankreichs, der noch aktiv ist. Am 21. Mai wird ein Benefiz-Event mit Musik, Comedy und ehemaligen Kollegen wie Tsonga und Gasquet auf dem Chatrier stattfinden. “Jedes Mal, wenn Gael auf den Platz tritt, passiert etwas. Er wird von der ganzen Welt geliebt. Sein letztes Spiel hier wird ein Fest der Emotionen sein,” erklärte Turnierdirektorin Amelie Mauresmo. Auch Caroline Garcia und Wawrinka werden im Rahmen des Turniers geehrt.
Um die Atmosphäre des Roland Garros in ganz Paris zu verbreiten, wird auf dem Place de la Concorde ein Fan-Bereich mit 3.800 Plätzen eingerichtet. Dort werden die Viertelfinalspiele auf Großbildschirmen übertragen, begleitet von Musik, Bars und Food-Ständen. Die Sieger der vergangenen Jahre werden traditionell dort mit dem Pokal posieren, um die Erfolge zu feiern.
